Mittwoch, 08. Mai 2024: Achillesferse, Johannes 12,43

Achilles ist eine Sagengestalt in Homers epischem Werk »Ilias«. Seine Mutter Thetis tauchte ihn als Kind in den Unterweltfluss Styx; von da an war er unverwundbar! Nur seine Ferse wurde nicht vom Wasser benetzt (weil Thetis ihn an dieser Stelle festhielt) und blieb als einzige Schwachstelle. Später traf ihn der trojanische Königssohn Paris genau dort mit einem giftigen Pfeil. So verloren die Griechen ihren stärksten Helden und Achilles sein Leben.

Wir alle haben solche Schwachstellen, die uns zum Verhängnis werden können – schon bei den Personen in der Bibel war das so. Man liest da von so manchen Leuten, die zwar genau wussten, was richtig war, aber es trotzdem nicht taten und dadurch zu schwerem Schaden kamen. Ein paar Beispiele:

Der Herrscher Herodes Antipas wusste, dass Johannes der Täufer ein gerechter und heiliger Mann war. Er war jedoch in sexuelle Unmoral verstrickt, indem er seinem Bruder die Ehefrau ausgespannt hatte. Unter ihrem Einfluss ließ er Johannes umbringen. Judas hatte den Erlöser aus nächster Nähe kennengelernt, doch sein wunder Punkt war die Geldgier. So hatte er zwar bald die Taschen voller Silbermünzen, aber beging kurz darauf verzweifelt Selbstmord. Pilatus bestätigte mehrfach Jesu Unschuld, doch seine Achillesferse war die Angst um seinen Job. Immerhin drohte der jüdische Hohe Rat, ihn beim Kaiser anzuschwärzen! Der römische Statthalter Felix war schwer beeindruckt und aufgewühlt, als Paulus vom kommenden Gottesgericht sprach. Aber weder brachte er sein Leben mit Gott in Ordnung noch ließ er den gefangenen Apostel frei, weil er bei den Juden Punkte sammeln wollte.

Welche Schwachstellen halten uns davon ab, unser Leben mit Gott in Ordnung zu bringen?

Gerrit Alberts
Frage
Was ist Ihre »Achillesferse«?
Tipp
Im entscheidenden Moment muss man die richtige Entscheidung treffen, indem man Gott mehr gehorcht als den Menschen.
Bibellese
Apostelgeschichte 4,13-22

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