Freitag, 18. September 2026: Fenster ins frühe Christentum (15), Apostelgeschichte 28,16.30

Ziel erreicht. Was wird die letzte Station Ihres Lebens sein? Für Paulus war es augenscheinlich Rom, die »ewige Stadt«. Aber auch wenn diese Stadt schon Hunderte von Jahren vor ihm und auch viele Jahre nach ihm die Weltgeschichte mitbestimmte, so war es doch noch nicht die letzte Station seiner Lebensreise. Diese war auch nicht auf der Erde, sondern im Himmel. Schon den Christen in Philippi hatte Paulus einige Zeit zuvor geschrieben: »Wir haben unser Bürgerrecht im Himmel. Von dort her erwarten wir auch unseren Retter und Herrn Jesus Christus« (Philipper 3,20). Sein Blick war also auf seinen Retter Jesus Christus gerichtet, denn er wusste, dass allein von ihm seine Zukunft abhing. Was immer ihm auf Erden widerfuhr, es konnte seine herrliche Zukunft bei seinem himmlischen Herrn, dem er sein ganzes Leben lang gedient hatte, nicht abwenden oder verhindern. Er wusste: Seine ganze Hoffnung, die er auf ihn gesetzt hatte, würde nicht enttäuscht, sondern erfüllt werden. Sein Lebenslauf war mit seiner letzten irdischen Station – Rom – noch nicht zu Ende. Das Beste kam noch. Der in Rom zu erwartende Tod als Märtyrer war nur der Durchgang zur ewigen Herrlichkeit bei Gott.

Wie blicken Sie auf Ihr Leben zurück? Vielleicht haben Sie bereits das meiste davon schon hinter sich. Oder es liegt noch viel davon vor Ihnen. Egal – jetzt ist der Zeitpunkt, sich darüber Gedanken zu machen, was für Sie nach dem Tod sein wird. Ist Jesus Christus auch für Sie derjenige, der Sie ewig festhält, weil Sie sich im Hier und Jetzt für ihn entschieden und sich mit ihm im Glauben verbunden haben? Falls nicht, die Chance dazu besteht heute. Sie besteht jetzt. Nutzen Sie sie! Denn auch für Sie starb Jesus Christus, um Sie zu sich in sein himmlisches Reich hinein zu retten.


Joachim Pletsch

Donnerstag, 17. September 2026: Fenster ins frühe Christentum (14), Apostelgeschichte 26,2

Die Verteidigung des Glaubens. In einem ordentlichen Rechtsstaat wie der Bundesrepublik darf man sich vor Gericht verteidigen. Dazu wird sogar ein Anwalt bereitgestellt oder kann selbst gewählt werden. Dieser sorgt ggf. dafür, dass man zu seinem Recht kommt und nicht zu Unrecht verurteilt wird. In einer Strafsache kann das den Ausschlag geben; aber auch im Rechtsstreit um ein Erbe, um Besitz oder Schadensersatz ist das von Belang.

Der Apostel Paulus wurde mehrfach wegen seines Glaubens angeklagt. Dieser konnte von manchen seiner Gegner offenbar nicht geduldet werden und war ihnen ein großes Ärgernis. Sowohl unter den Juden als auch den Heiden hatte Paulus Jesus Christus als den von Gott gesandten Messias bzw. Retter verkündigt. Das war vor allem den Juden ein Ärgernis, denn sie hatten kaum 20 Jahre zuvor genau diesen Jesus abgelehnt, verurteilt und den Römern zur Kreuzigung überliefert. Der nun sollte ihr Retter und Herr sein? Das war ihnen unerträglich. Deshalb bekämpften sie Paulus bis aufs Äußerste.

Und doch gibt es gute Gründe dafür, dass Jesus für uns alle der Retter ist, wie Paulus das in seinen Reden und Briefen während seines Lebens im Einsatz für das Evangelium ausführlich und nachvollziehbar dargelegt hat. Und vor allem: Er konnte es den Juden aus ihren eigenen heiligen Schriften nachweisen! Und so schätzte er sich tatsächlich glücklich, vor Gericht erscheinen zu müssen, um sich zu verteidigen. Denn das gab ihm die Gelegenheit, erneut von seinem Retter zu zeugen und seinen Zuhörern den Glauben an ihn zu erklären und ans Herz zu legen. So hoffte er, selbst Könige und Herrscher davon überzeugen zu können, dass Jesus Christus lebt und für alle Menschen der Weg zu Gott, zum ewigen Leben ist.


Joachim Pletsch

Mittwoch, 16. September 2026: Fenster ins frühe Christentum (13), Apostelgeschichte 20,20

Auftrag erfüllt! Während meiner Ausbildung als Lehrer ging es in allen universitären Fachbereichen, mit denen ich zu tun hatte, darum, zu lernen, wie man erworbenes Wissen weitergeben kann. Und nicht nur das. Es ging auch darum, altersbezogen von dem umfangreichen Lernstoff das auszuwählen, was wichtig und unverzichtbar war. Dazu werden Lehrpläne entwickelt, die aber von Zeit zu Zeit aufgrund des gesellschaftlichen Wandels immer wieder einer Überarbeitung und Anpassung bedürfen. Die sogenannten Basics in den meisten Fächern sind aber im Wesentlichen unverändert geblieben.

Das ist auch im Christentum so. Der Glaube hat ein festes unveränderliches Fundament, verbunden mit der einen Person, die für uns alle lebenswichtig ist: Jesus Christus. Und die Apostel haben mit ihrer Verkündigung diese Grundlage gelegt. Daran orientiert sich die Kirche bis heute. Wo das nicht mehr geschieht, erfährt der Glaube eine Reduzierung, steht auf schwachen Füßen oder kommt gar nicht erst zustande. Es wäre vergleichbar damit, von einem Menschen ohne Ausbildung zu erwarten, dass er einen Beruf ausüben könnte.

Welches Fazit können Sie ziehen, wenn Sie auf Ihr Lebenswerk zurückblicken? Haben Sie auch dazu beitragen können, dass andere Menschen von dem erfahren haben, was seit rund 2000 Jahren auf Grundlage der Bibel gelehrt wird? Das kann man nur glaubhaft tun, wenn man selbst auf dieser Grundlage sein Leben gebaut hat. Paulus jedenfalls war davon zutiefst überzeugt und vertraute die Christen »Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, euch im Glauben wachsen zu lassen und euch das Erbe unter allen zu geben, die zu seinem heiligen Volk gehören« (Apostelgeschichte 20,32).


Joachim Pletsch

Dienstag, 15. September 2026: Wer kann uns helfen?, Sprüche 18,10

»Gott schütze unsere Demokratie und unser Vaterland!« So beendet Markus Söder seine Rede vor dem deutschen Bundestag am 13. November 2024. Ich freue mich, dass die Existenz Gottes in Erinnerung gebracht wird. Gleichzeitig komme ich ins Nachdenken: Ist unsere Demokratie nicht unangreifbar? Ist das System der unterschiedlichen Gewalten nicht sicher, sogar vor sich selbst? Ist die Demokratie nicht die beste Staatsform, um Polarisierung und Einseitigkeit zu unterbinden? Ist sie nicht ein verlässlicher Apparat, um Fehler der Vergangenheit in der Zukunft zu verhindern? Was denken Sie? Der Applaus nach Söders Rede ist einseitig und verhalten.

Was ist, wenn der Gott der Bibel nur noch ein ungewollter Autoritätsbegriff in der Präambel des Grundgesetzes ist? Wenn dieser Gott im Regierungsalltag schon lange keine »Mehrheit«, keine »Sperrminorität«, ja, noch nicht einmal eine »Stimme« mehr hat? Ja, dann ist unsere sicher gedachte Demokratie tatsächlich in Gefahr.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Mir geht es nicht darum, eine Lanze für eine bestimmte Staatsform zu brechen oder für ein politisches Lager Partei zu ergreifen. Mir geht es darum, dass wir sehr wohl Gott brauchen. Unsere Demokratie, unser Vaterland braucht den Gott der Bibel! Die Stärke und Sicherheit unserer Staatsform liegt nicht in sich selbst begründet, sondern in dem ewigen Gott. Wenn das vergessen oder sogar abgelehnt wird, dann »helfe uns Gott«! Ohne Gott geht es in die Dunkelheit eines moralischen Verfalles. Volle Fahrt bergab in die Orientierungslosigkeit und Willkür. Und was im Großen für unsere Regierung gilt, das gilt auch für Sie selbst. Welche Rolle spielt Gott in Ihrem Leben? Regierung, Opposition? Oder schafft Gott es noch nicht einmal über die Fünf-Prozent-Hürde bei Ihnen? Die Sicherheit Ihres Lebens hängt von dieser Frage ab.


David Grimm

Montag, 14. September 2026: Comeback, Offenbarung 1,7

Am 14. Sep­tem­ber 2024 fei­er­te ein bekannter En­ter­tai­ner ein spektakuläres TV-Come­back. Nach stundenlangem Warten er­schien der Star am späten Abend un­ter gro­ßem Spek­ta­kel auf ei­ner mobilen Trep­pe, die ei­gens da­für kon­stru­iert wur­de. Unter tosendem Applaus schwebte die Konstruktion zu Boden – begleitet von Feuerwerk, Sound- und Nebeleffekten. Fei­er­lich schritt der Entertainer die Stu­fen her­ab. Der Auf­tritt er­in­ner­te an ei­nen Kö­nig, der von sei­nem Thron herabsteigt.

Menschen lieben große Inszenierungen. Doch hinter all dem Glanz steckt oft nur Show. Wie anders wird es sein, wenn Jesus Christus eines Tages wiederkommt – nicht als inszenierte Sensation, sondern als wahrer König und Herrscher über die Welt. Dabei muss er sich keiner tech­ni­schen Hilfs­mit­tel be­die­nen. Er wird auf den Wol­ken wahr­haf­tig zur Erde zu­rück­keh­ren, wie es im heu­ti­gen Bi­bel­vers steht. Dies kön­nen wir uns jetzt nicht vor­stel­len, es über­steigt al­len mensch­li­chen Ver­stand und be­darf des Glau­bens und Ver­trau­ens in Got­tes Wort, die Bi­bel.

Das Comeback eines Entertainers mag für einen Abend begeistern, aber hat es Bedeutung für unser Leben? Wenn Jesus wiederkommt, wird es jedoch eine Entscheidung erfordern: Stehen wir auf seiner Seite? Seine Wiederkunft wird nicht nur ein Spektakel sein – sie wird die Ewigkeit bestimmen. Gott wird dann sein Reich endgültig aufrichten. Sind wir darauf vorbereitet? Wir kennen den Zeitpunkt nicht. Wie können wir uns vorbereiten? Indem wir Jesus im Glauben annehmen, unsere Sünden bereuen; indem wir uns von ihnen abwenden und das Evangelium in unserem Leben integrieren; so können wir uns heute schon auf das Comeback von Jesus freuen.


Manuela Basista

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