Sonntag, 03. Mai 2026: Auf der Suche nach Wahrheit, Psalm 19,8

Lee Strobel studierte Jura und Journalismus. 14 Jahre lang arbeitete er als Gerichtsreporter für die Chicago Tribune und andere Massenmedien. Für seine Reportagen erhielt er mehrere Preise.

Als seine Ehefrau Leslie Christin wurde, nahm sich der Atheist Strobel vor, das Christentum zu widerlegen. Er meinte, seine Frau sei einem Irrglauben verfallen. Nach den Maßstäben sorgfältiger journalistischer Recherche und gerichtsfester Beweisführung untersuchte er die Aussagen der Evangelien über Jesus. Dabei nahm er mehrere christliche Gelehrte ins Kreuzverhör. Er konfrontierte sie mit Fragen wie: Gibt es außerhalb der Bibel Beweise für die Existenz Jesu? Sind die Aussagen der Zeugen in den Evangelien in sich stimmig? War der Anspruch Jesu, Gott zu sein, ein Anzeichen von Geisteskrankheit oder eine Tatsache? Welche Gründe gibt es dafür, an die Auferstehung Jesu als historisches Ereignis zu glauben?

Er kam zu dem Ergebnis, dass die Aussagen der Bibel historisch zuverlässig sind und Jesus Christus der Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist. Er sagte: »Als jemand, der in Jura und Journalismus Bescheid wusste, war ich daran gewöhnt, an Fakten zu glauben. Für mich bewiesen die Fakten, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der die Strafe für meine Fehler am Kreuz auf sich genommen hat.« Seine Recherchen veröffentlichte Strobel in dem Buch Der Fall Jesus: Ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit.

Doch sein Glaube veränderte nicht nur Lee Strobels Denken, sondern auch seinen Alltag. Die Veränderungen in seinem Leben nach seiner Hinwendung zu Gott waren so offensichtlich, dass seine fünfjährige Tochter ein paar Monate nach seiner Umkehr zu Gott sagte: »Mami, ich möchte, dass Gott bei mir auch so was Tolles macht wie bei Papa!«


Gerrit Alberts

Samstag, 02. Mai 2026: Weil mich festhält deine starke Hand …, Psalm 33,21

Akrobatik im Kinderzimmer. Gefährlich sieht das aus. Unser Schwiegersohn wirft die kleinen Enkelkinder beim Spielen immer wieder in die Luft und fängt sie waghalsig auf. Die Großmutter kann vor Schreck fast nicht hinsehen. Was, wenn er mal danebengreift? Aber,die Kinder habe einen riesigen Spaß dabei. Sie lernen: Papa ist stark, Papa hält mich fest! Sie vertrauen kindlich und würden das auch nie anzweifeln.

Die Fähigkeit zu vertrauen ist der menschlichen Natur gegeben. Auch als Erwachsene vertrauen wir im Alltag oft irgendwem oder irgendeiner Sache blind. Man nutzt den öffentlichen Nahverkehr und geht selbstverständlich davon aus, dass der Fahrzeugführer geschult ist und eine Fahrerlaubnis besitzt. Wir kaufen in der Apotheke ein Päckchen Schmerzmittel und hinterfragen nicht, ob die Tabletten tatsächlich den angegebenen Wirkstoff und die richtige Dosierung enthalten. Viele vertrauen sich bedenkenlos der Kabine einer Achterbahn an, ohne letztlich ihren Montage- und Wartungszustand zu kennen.

Warum aber fällt es uns schwer, Gott zu vertrauen und das von ihm Gesagte als Wahrheit anzunehmen? Zu gewagt? Das Vertrauen in Gott zieht Freude nach sich, genau wie bei unseren Enkelkindern. Denn man darf erleben, dass Gott den auffängt und nicht im Stich lässt, der sich seinen guten Händen überlässt. In einem geistlichen Lied heißt es: »Herr, weil mich festhält deine starke Hand, / vertrau ich still; / weil du voll Liebe dich zu mir gewandt, / vertrau ich still. / Du machst mich stark, / du gibst mir frohen Mut, / ich preise dich, / dein Wille, Herr, ist gut.«

Schlimm wird es, wenn ein Mensch allem und jedem misstraut. Es fehlt dann das gesunde Vermögen, sich anderen zu überlassen, sogar dann, wenn man sich selbst nicht mehr halten kann.


Arndt Plock

Freitag, 01. Mai 2026: Kraft- und hilflos, 2. Korinther 12,9

Es hat zu Streiks, Demonstrationen und einem mittleren politischen Beben geführt: VW hat angekündigt, in den nächsten zehn Jahren ca. 30 000 Stellen zu streichen. Für viele Menschen auch eine existenzielle Herausforderung. Was tun, wenn der Job wegbricht? Darüber hinaus schwingen aber auch Zurückweisung, Minderwertigkeitsgedanken und Degradierung mit: Bin ich nicht mehr wertvoll oder fähig genug? Werde ich noch gebraucht?

Solche Gefühle hat keiner von uns gerne: schwach zu sein, unnütz zu sein, unfähig und zu nichts zu gebrauchen. Lieber fühlen wir uns stark, überlegen, gehören zu den Besten und wissen, was wir können. Wir haben die Dinge lieber gerne selbst in der Hand und im Griff. Das Beispiel der Werksschließungen zeigt jedoch: Unser Leben verläuft manchmal anders, als wir uns das vorstellen und erhoffen. Schon im normalen Alltag werden wir häufig mit Dingen konfrontiert, die wir nicht mehr kontrollieren können und die wir nicht im Griff haben. Oft stehen wir vor Situationen und Problemen in unserem Leben, in denen wir uns schwach und hilflos fühlen.

Vielleicht stehen Sie vor finanziellen Problemen oder haben mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen? Vielleicht haben Sie familiäre Streitigkeiten oder erleben berufliche Unsicherheiten? In solchen Situationen steht uns unsere ganze Kraft- und Hilflosigkeit vor Augen. Manchmal müssen wir erst merken, dass wir aus uns selbst heraus nicht perfekt sind. Doch Gott lässt uns nicht allein. Gerade in solchen Situationen möchte er uns eine Hilfe sein. Unsere Schwachheiten sind seine Möglichkeiten! Wenn wir erkannt haben, dass alles von Gott abhängt, dürfen wir vor ihm kapitulieren. Gott ist für jeden, der sein Vertrauen auf ihn setzt, Hilfe und Führung, Trost und Kraft.


Joel Wjst

Donnerstag, 30. April 2026: Geborgenheit, Psalm 23,1

Die 15-jährige Hannah Serfas aus Webster in Florida war eine sehr talentierte und vielversprechende Springreiterin. Auf ihr lagen die Hoffnungen des US-Pferdesports. Ihre Zukunft sah Erfolg versprechend aus. Doch am 30. April 2023 wurde diesem jungen Leben auf tragische Weise ein plötzliches Ende gesetzt. Bei einem Turnier stürzte sie mit ihrem Pferd, sodass dieses auf ihrem Kopf landete. Obwohl sie direkt ins nächste Krankenhaus eingeliefert wurde, konnten die Ärzte dort nur noch ihren Tod feststellen.

Wir können die schönsten Pläne schmieden – sei es in beruflicher, sportlicher oder privater Hinsicht. Wir können uns unsere Zukunft in den schönsten Farben ausmalen, doch rechnen wir auch damit, dass schon morgen alles zu Ende sein kann? Dass alle unsere Pläne, unsere Vorhaben und unsere Wünsche in Rauch aufgehen und nur noch Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zurückbleiben? In Psalm 90,12 steht: »Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.« Dieser Satz stammt von Mose, der 80 Jahre seines Lebens mit der Trockenheit und Leblosigkeit der Wüste konfrontiert war und nicht immer wusste, ob er den nächsten Tag erleben würde. Doch er nutzte diese Ungewissheit, um sich die Unvorhersehbarkeit des Lebens vor Augen zu führen und aus dieser Perspektive heraus kluge Entscheidungen zu treffen. Er sah auf Gott, der der Einzige ist, der wirkliche Sicherheit und Geborgenheit geben kann – weil er über dem Menschen steht.

Da auch wir unsere Zukunft nicht kennen, möchte ich Sie ermutigen, sich diesem Gott, der in Jesus Christus Mensch wurde, um uns zu erlösen, anzuvertrauen. Dann müssen Sie nicht in Angst leben. Denn er hat die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft in seiner Hand.


Robert Rusitschka

Mittwoch, 29. April 2026: Active Noise Cancelling, Psalm 46,11

Vor etwa fünf Jahren kaufte ich mir meine ersten Kopfhörer mit dem damals noch neuartigen ANC, Active Noise Cancelling (zu Deutsch: aktive Geräuschunterdrückung). Dadurch öffnete sich mir eine neue Welt: Um mich herum herrschte eine beruhigende Stille. Auf dem Weg zur Schule, im Bus, Zug – selbst zu Hause. Der Lärm meines Alltags verblasste zunehmend – übrig blieb nur der Soundtrack meines Tages.

Die Technologie verbesserte sich weiter, und ich testete immer wieder die neuesten Modelle. Doch trotz meiner großen Begeisterung musste ich feststellen: Ein Leben ohne diese Kopfhörer war für mich mittlerweile unmöglich geworden. Putzen, Kochen oder der Weg zur Arbeit – ohne Musik? Kaum zu ertragen. Selbst zu Besuch bei meinen Eltern am Esstisch verstummten unsere Gespräche, während ich mir lieber einen neuen Podcast anhörte. Ich suchte nach Ruhe, doch stattdessen umgab mich ein immerwährender Lärm.

Active Noise Cancelling ist nur eines von vielen Beispielen, die uns scheinbar Ruhe versprechen – andere sind Geld, Status oder Ansehen. Bei diesen Dingen neigen wir dazu, zu glauben: »Wenn ich erst mal … erreicht habe, kann ich mich entspannt zurücklehnen.« Ich bin jedoch überzeugt, dass wahre Ruhe nur von Einem kommen kann: Gott! In der Bibel stellt er sich als der Schöpfer aller Menschen vor und verspricht, dass der Glaube an ihn uns echten Frieden bringt. Er kann die Unruhe in unserem Herzen tatsächlich wegnehmen. Wenn wir ihm vertrauen und ihn um Vergebung bitten, gibt er echten Frieden in unsere Herzen. Dieses Versprechen beruht auf seiner Liebe zu uns und dem Wunsch, in Beziehung mit uns zu leben. Durch die Begegnung mit ihm füllt er unser Leben und unseren Alltag mit Sinn, Erfüllung und Ruhe.


Hung Thanh Thai

© 2022 – Evangelische Muttergemeinde A.B. Neukematen | Impressum | Datenschutzerklärung | Login