Mittwoch, 12. Juni 2024: Es gibt einen Ausweg, Johannes 8,12

Ich erlebe immer häufiger etwa Gleichaltrige, die am Ende ihres Berufslebens stehen und völlig erschöpft sind. Die schnelllebige Zeit und die immer größer werdenden Ansprüche überfordern und führen oft zu psychischen Krankheiten wie zum Beispiel Burnout. Sowohl meine Frau als auch ich haben als Betroffene diesbezüglich Erfahrungen gesammelt und sind an unsere Grenzen und darüber hinaus gekommen. Doch was ist der Ausweg aus diesem Dilemma? Oder gibt es gar keinen Ausweg? Müssen wir uns einfach der Überforderung hingeben? Müssen wir wie andere »auf den gleichen Zug aufspringen«, um nicht den Anschluss zu verlieren?

Ich habe selbst erlebt, wie mir in solchen ausweglosen Situationen Gott geholfen hat. Mein Glaube an den Gott der Bibel, der mich beständig trägt, auch wenn ich mutlos und verzweifelt bin, hat sich dadurch tief gefestigt. Meine Frau und ich reden oft darüber, und wir verstehen nicht, wie Menschen ohne Gott aus diesen schlimmen Nöten und Zukunftsängsten befreit werden sollen.

Doch – Gott sei Dank – wir haben in Jesus einen Ausweg gefunden. Wir dürfen täglich seine Liebe und Hilfe erfahren, die wir zunächst darin erlebten, dass wir durch den Glauben an ihn von unseren Sünden gerettet und auf einen Kurs gebracht wurden, der zum wahren Leben führt. Unsere Hinwendung zu Jesus war der Beginn einer Beziehung zu ihm, die wir täglich durch Gebet und Lesen in der Bibel pflegen dürfen. Er gibt uns die Kraft, in den täglichen Herausforderungen standzuhalten, die im Alter nicht weniger werden. Das Beste aber ist, dass er uns zu einem herrlichen Ziel im Himmel führt, wenn unser Leben hier einmal zu Ende geht. Ich wünsche mir sehr, dass noch viele »auf diesen Zug aufspringen«, denn er führt zu dem Anschluss, den wir tatsächlich brauchen.

Axel Schneider
Frage
Haben Sie den Eindruck, dass sich Ihr Leben immer mehr festfährt?
Tipp
Der Weg des Glaubens ist befreiend.
Bibellese
Hiob 33,14-30

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Dienstag, 11. Juni 2024: Seife, Suppe, Seelenheil!, Sprüche 17,5

Unsere Überschrift ist ein alter Slogan der »Heilsarmee«. Und das wieder ist eine von dem Engländer William Booth im 19. Jahrhundert gegründete Organisation, die auch in Deutschland arbeitet. Sie setzt sich mit aller Kraft für die Rettung auch der Allerärmsten ein. In dem Bewusstsein, dass missionarische Einzelkämpfer oft von der Größe und Vielfalt der Nöte überfordert sind, zog Booth seinen »Heilssoldaten« Uniformen an und ließ sie gruppenweise arbeiten. Dabei waren die vollzeitlich Arbeitenden die »Offiziere« und die nur zeitweilig Mitwirkenden waren die »Soldaten«. Um sich deutlich bemerkbar zu machen, zogen sie als Blaskapellen durch die Städte, verteilten Schriften und luden zu ihren Gottesdiensten ein. Sie suchten auch die Obdachlosen auf, die unter Brückenbogen und in Hauseingängen – sogar in der Winterzeit – zu überleben versuchten, und brachten sie in ihren Heimen unter. Manche der Geretteten hatten sich seit Jahren nicht gewaschen, darum die Seife; und viele hatten nicht genug zu essen gehabt, darum die Suppe, bevor man daran denken konnte, ihnen etwas von Gott und seinem Seelenheil zu erzählen.

Ich selbst habe in England als armer Student die überströmende Hilfsbereitschaft der »Salvation Army« erlebt. War William Booth nun ein überdrehter Philanthrop, oder erwartet Gott von allen seinen Leuten einen Abglanz seiner eigenen Menschenliebe, die ihn dazu brachte, seinen Sohn um unsertwillen in den Tod zu geben? Ein herzliches »Danke-schön!« oder ein tröstlicher Händedruck kosten nichts. Und wenn wir sparsamer wirtschaften als bisher, bleibt noch mancher Euro für solche, die sonst verhungert wären. Und über allem steht das Wort des Herrn Jesus: »Geben ist seliger als Nehmen.«

Hermann Grabe
Frage
Was könnten Sie tun, um den Ärmsten der Armen zu helfen?
Tipp
Es gibt täglich viele Möglichkeiten, Gottes Liebe widerzuspiegeln.
Bibellese
2. Samuel 9

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Montag, 10. Juni 2024: Stille, um sehen zu können, Jesaja 30,15

Die Ausrüstung zum Schnorcheln gehört unbedingt dazu, wenn wir als Familie Urlaub an der Adria machen. Das klare Wasser lädt nicht nur zum Schwimmen ein, sondern auch zum Unterwasserforschen. Das Gold der Schnorchler: Muscheln. Umso größer, desto besser. Sobald der Strand abgesucht ist, schnappen sich unsere Kinder ein Stand-Up Paddle-Board, um die unbekannten Gewässer weiter draußen auf dem Meer unter die Lupe zu nehmen. Um die Muscheln sehen zu können, muss die Tauchermaske aufgesetzt sein – sobald der Kopf im Wasser ist, wird der Meeresgrund abgesucht. Nur so sind die Muscheln zu finden.

Selten ist die Wasseroberfläche wirklich ganz still. Manchmal hat man nur in den frühen Morgenstunden das Glück einer ruhigen See. Wer dann auf sein Stand-Up Paddle-Board steigt und über die glatte Wasseroberfläche dahingleitet, braucht keine Taucherausrüstung mehr, um die Muscheln zu finden. Selbst aus einer Entfernung von 3-4 Metern können die Muscheln problemlos mit dem bloßen Auge erkannt werden. Die Stille der See lässt sehen.

Stille ist auch sonst im Leben wichtig – unsere Alltagshektik verwischt oft den Blick für wichtige Dinge. Wir sind dann abgelenkt und gestresst, haben keine Zeit und keine Ruhe, um über unser Leben nachzudenken, uns zu sammeln und uns neu zu orientieren. Aber vorwiegend in der einsamen Stille können wir dem begegnen, der uns gemacht hat. Er sichert uns zu: »Wer mich sucht, der wird mich finden!« Wenn unsere Gedanken einmal zur Ruhe kommen und Stille in den hektischen Alltag einkehrt, können wir Gott begegnen. Die Frage ist: Wollen Sie das? Wer weiß, welche Schätze Gott für Sie und Ihr Leben verborgen hält? Erst die Stille kann den Blick für diese Schätze klar werden lassen. Erst die Stille lässt Sie sehen.

Rudi Löwen
Frage
Was bedeutet Ihnen Stille?
Tipp
Ziehen Sie sich heute für 15 Minuten aus allem zurück, um Gott zu begegnen.
Bibellese
Johannes 1,14-18

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Sonntag, 09. Juni 2024: Anspruch und Wirklichkeit, Johannes 7,38

Wie weit darf man gehen, um sich glaubhaft vor anderen darzustellen? Wenn jemand sich um eine Anstellung bewirbt, sollte er auch den Anforderungen entsprechen, die in dem Stellenangebot beschrieben sind. Es bringt am Ende gar nichts, wenn man diese nur vortäuscht und spätestens dann entlarvt wird, wenn es gilt, in der Praxis diesen Anforderungen zu genügen. Auch ein Politiker, der nicht hält, was er verspricht, ist bald wieder abgewählt. Was aber ist davon zu halten, wenn man jemanden ablehnt, der alle Erwartungen erfüllt und sämtliche Anforderungen sogar übertrifft?

So war es bei Jesus Christus. Sein Anspruch war gewaltig. Überall, wo er auftrat, bewies er unzweifelhaft seine Legitimation und Qualifikation, der erhoffte Retter für alle Menschen zu sein: Kranke wurden geheilt, von Dämonen Besessene wurden befreit und sogar Tote wurden auferweckt. Noch nie hatte jemand so vertraulich und intim von Gott geredet und seine Gnade und Barmherzigkeit gezeigt wie Jesus. Er gab sogar denen Hoffnung, die längst von allen anderen abgeschrieben waren. Ist er jemals über das Ziel hinausgeschossen? Nein. Konnte er immer halten, was er versprach? Ja, denn Anspruch und Wirklichkeit waren bei ihm deckungsgleich (vgl. Johannes 8,25). Er war nicht nur ein Prophet, sondern sogar Gottes Sohn, Herr aller Herren und König der Könige. Einer, der über allen stand und doch den Menschen diente, damit sie heil würden an Leib und Seele.

Was könnte man sich mehr wünschen, als so jemanden auf seiner Seite zu haben, der sich beharrlich für uns Menschen einsetzte und sogar trotz aller Ablehnung noch durch seinen Tod bewirkt hat, dass wir mit Gott versöhnt werden können? Dazu muss man sich allerdings persönlich auf seine Seite stellen und ihn um Aufnahme bitten.

Joachim Pletsch
Frage
Haben Sie bisher diesen Anspruch Jesu ignoriert?
Tipp
Wenn es dabei bleibt, wird man irgendwann von der Wirklichkeit eingeholt, etwas ganz Entscheidendes verpasst zu haben.
Bibellese
Johannes 7,37-53

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Samstag, 08. Juni 2024: Die fünf Weltmeere, Hebräer 11,3

»Die Erde hat jetzt fünf statt vier Weltmeere« heißt es auf dem Nachrichtenportal welt.de. Ich lese die Zeile und bin erstaunt: Wurde ein neuer Ozean entdeckt, der bislang nicht erforscht wurde? Oder hat sich gar ein neues Meer – ganz aus dem Nichts – vor uns aufgetan? Nicht ganz. Es wurde nur von allen anderen Ozeanen ein Teil weggenommen und zu einem neuen Ozean zusammengefasst. 2021 hat die Behörde für Ozeanografie National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) das circa 20 327 Millionen Quadratkilometer große Meer rund um den antarktischen Kontinent als Ozean kategorisiert. Es ist damit nach dem Arktischen Ozean das zweitkleinste Weltmeer. Der Pazifik, der Atlantik und der indische Ozean sind größer. Auch der bekannte Verlag National Geographic bringt seitdem Karten heraus, auf denen jeweils alle fünf Meere eingezeichnet sind.

Ich bin ein wenig enttäuscht: Es ist also kein neues Weltmeer, das aus heiterem Himmel entstand und jetzt erst gefunden wurde. Wie sollte das auch funktionieren? Es entsteht ja nicht einfach etwas auf dieser Erde aus dem Nichts. Oder doch? Wenn wir der Bibel Glauben schenken, im wahrsten Sinne des Wortes, dann berichtet sie uns genau das: Gott schuf aus dem Nichts, mit seinen bloßen Worten. Er sprach die Dinge ins Leben: die Sonne, Sterne, alle Pflanzen und Lebewesen, darunter auch den Menschen. Durch seine – Gottes – Worte entstanden sie.

Ist das wirklich Fakt, oder macht erst der Glaube daraus eine »Tatsache«? So denken heute viele. Was aber, wenn Gott wirklich alles so erschuf? Dann müssen wir ebenso ernst nehmen, was uns die Bibel noch bezeugt: dass Gott uns seinen Sohn als Retter sandte, um uns von unseren Sünden zu erlösen und ewiges Leben zu geben jedem – der glaubt!

Tim Petkau
Frage
Worin besteht der gewaltige Unterschied zwischen Mensch und Gott?
Tipp
Wir können zwar Weltmeere bestimmen und benennen, aber etwas aus dem Nichts erschaffen können wir nicht.
Bibellese
Psalm 104

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