Donnerstag, 17. März 2022: Wenn es endlich Rettung gibt

Gerhard Domagk (1895-1964) hatte als junger Soldat im Ersten Weltkrieg erschüttert miterlebt, wie viele Männer an infizierten Wunden starben, weil die Medizin noch kein Mittel gegen bakterielle Infektionen kannte. Er setzte es sich als Lebensziel, das zu ändern, und arbeitete zielstrebig und mit ungeheurem Fleiß. 1939 entdeckte er als Erster die antibakterielle Wirkung der Sulfonamide und erhielt dafür später den Nobelpreis für Medizin. Viele Jahre widmete er der Bekämpfung der Tuberkulose, an der wahrscheinlich die meisten Menschen starben – ehe Domagk erste wirksame Tuberkulostatika fand.

Sein Biograf beschreibt die eindrucksvolle Szene, als er seinem altgewordenen Hausarzt einen Besuch in Domagks altem Labor ermöglichte. Der Mediziner hatte selbst erlebt, wie durch die Forschung Domagks Menschen gerettet werden konnten, die vorher dem Tod geweiht gewesen waren. Fast ehrfürchtig blätterte er durch die Hunderte Seiten handgeschriebener Labornotizen, in denen Domagk seine komplizierten Versuche sorgfältig dokumentiert hatte. Mit Tränen in den Augen sagte der alte Arzt schließlich: »Die Menschheit wird nie ganz verstehen, was sie diesem Mann zu verdanken hat.«

Ein noch viel größerer Wohltäter der Menschheit ist Jesus Christus, denn dank seines Lebens und Sterbens können Menschen von den schrecklichen Folgen der Krankheit »Sünde« geheilt werden und wieder in Gemeinschaft mit Gott kommen. Wenn wir die Schritte seines Lebens in den Evangelien nachvollziehen, sollten wir da nicht auch Tränen in den Augen haben wie der alte Hausarzt beim Studium von Domagks Labor-Tagebüchern? Ohne Jesus wären wir verloren. Auch wir werden wohl nie ganz verstehen, was wir seiner Hingabe und Liebe zu verdanken haben.

Elisabeth Weise
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Frage
Was empfinden Sie, wenn Sie über Jesu Lebenswerk nachdenken?
Tipp
Wer weiß, dass er todkrank ist, wird jede Rettung dankbar annehmen.
Bibellese
Lukas 17,11-19

Mittwoch, 16. März 2022: Cloud Computing

Was ist eine Cloud? Darunter versteht man nach Wikipedia die internetbasierte Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort »Wolke« und erinnert damit an eine Ansammlung von »Teilchen« in einer »höheren Sphäre«, von der alle Zugangsberechtigten profitieren können. Ungefähr seit den 1990er-Jahren steht dieser Begriff für Teile einer Informationsarchitektur. An dieser Cloud kann man durch Datenaustausch mithilfe digitaler Technik von überall Anteil haben.

Das ist mit dem vergleichbar, woran Gott uns Anteil gibt, und was er uns in der Bibel mitteilt. Wir dürfen an seinen Gedanken Anteil haben. Hinter den Worten der Bibel steckt die ganze Realität der Gedanken und Pläne Gottes und seines himmlischen Reiches. Das alles will er uns nicht vorenthalten, sondern uns jetzt schon daran teilhaben lassen. Durch das Gebet können wir Kontakt zu ihm aufnehmen und jeder kann so Gott ganz individuell mitteilen, was ihn persönlich bewegt, bedrängt oder bekümmert. Diese Informationen verschwinden nicht irgendwo, sondern sie kommen tatsächlich bei ihm an.

Und wie funktioniert der »Datenfluss« andersherum? Mit der Mitteilung seiner Gedanken hat Gott schon vor Tausenden von Jahren begonnen. Und er hat dies durch Menschen unterstützt, die in seinem Auftrag gesprochen haben. Der Höhepunkt seiner Mitteilungen erfolgte, als er in Jesus Christus, seinem Sohn, als Mensch auf diese Erde kam. Und die Fortsetzung dessen geschah durch die Gabe seines Geistes an alle, die zu ihm umkehren und seinen Worten Glauben schenken. Das sorgt für eine bärenstarke Verbindung mit Gott, um an allem Anteil zu haben, was wir für unsere ewige Rettung brauchen.

Joachim Pletsch
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Frage
Wie läuft bei Ihnen der »Datenfluss«?
Tipp
Die »himmlische Cloud« ist für jeden, der an Jesus Christus glaubt, freigeschaltet und darf reichlich genutzt werden.
Bibellese
Kolosser 1,9-23

Dienstag, 15. März 2022: Kein Hammerhai – aber ein Schraubenei

Sie sind überall – im Auto und der Waschmaschine, in der Armbanduhr und im PC, im Bett und im Kleiderschrank. Weil sie so selbstverständlich sind, nehmen wir sie kaum wahr und bemerken sie erst, wenn mal eine fehlt oder locker ist. Schrauben sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Das geniale Prinzip, dass ein Körper mit spiralförmigem Gewinde bei Drehung eine Vorwärtsbewegung mit großer Kraft erzeugen kann, wird milliardenfach genutzt. Eine brillante Erfindung menschlicher Ingenieure, oder?

Ich staunte nicht schlecht, als ich neulich mit meinen Kindern von Haien hörte, die schraubenförmige Eier legen. Tatsächlich gibt es im Südpazifik einige Haiarten wie den Port-Jackson-Hai, deren Eier von einer harten Spirale umgeben sind. Hin und wieder werden an australischen Stränden solche ungewöhnlichen Eier angespült und als kuriose Fundstücke gesammelt. Ansonsten bekommt man die Schraubeneier kaum zu Gesicht, da die nachtaktiven Haie ihre Eier in steinigen Unterschlüpfen und Höhlen in den Flachriffen des Pazifiks abseits menschlicher Zivilisation ablegen. Die Spiralschale hilft dabei dem Weibchen, das Ei in eine Felsspalte zu »schrauben«, damit es sicher und geschützt ist. Eine geniale Konstruktionsidee – aber von wem?

Ich finde es naheliegend, in diesem faszinierenden Detail der Natur Gott als Konstrukteur zu sehen, der das Schraubenprinzip schon in seiner Schöpfung in der Unterwasserwelt zum Einsatz kommen ließ, lange bevor es Menschen über Wasser verstanden haben und zu nutzen lernten. In seiner Schöpfung gibt es unzählige solcher genialen Konstruktionen, die jeden Ingenieur begeistern können. Wer mit offenen Augen die Natur studiert, kommt aus dem Staunen über den Schöpfer nicht mehr heraus.

William Kaal


Frage
Wann haben Sie zuletzt über ein Detail in der Natur gestaunt?
Tipp
In der Natur lässt sich Gottes geniale Weisheit vielfach bewundern. Aber das größte Wunder ist, dass der Schöpfer persönlich erfahrbar ist.
Bibellese
2. Mose 33,17-23; 34,5-9

Montag, 14. März 2022: So viel Leid

Angesichts der täglichen Nachrichten, in denen scheinbar nur die schlimmsten es wert sind, Erwähnung zu finden, wächst die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Frieden. Die Menschen sehen im TV, wie Kinder im Meer ertrinken, Erdbeben Familien in ihren Häusern verschütten, Politiker Morddrohungen erhalten oder tatsächlich ermordet werden, Synagogen angegriffen werden, Meere voller Plastikmüll, von Priestern missbrauchte Kinder, Kriege um Öl u. v. m. Nach den Nachrichten kommt der »Tatort«, und selbst schreckliche Filmszenen erscheinen gewohnt normal. Was ist bloß los mit dieser Welt?

Der heutige Tagesvers stammt aus dem Alten Testament (ca. 700 v. Chr.) und drückt eine der vielen Vorhersagen über den kommenden Messias, den »Friedefürsten«, aus. Da Jesus Christus, der Messias, bereits vor über 2000 Jahren auf der Erde gewirkt hat und die Ungerechtigkeit kein bisschen weniger geworden ist, könnte man sich fragen, was er denn erreicht hat: »Wo ist Gott bei all dem Leid? Warum lässt er das alles zu?«

Erstens denke ich, dass Gott uns sehen lassen will, wohin die Gottlosigkeit der Menschen führt, und zweitens müssen wir lernen, dass wir dermaßen verloren sind, dass auch größtes Leid die allermeisten Menschen nicht zur Umkehr anleitet, sondern die einen zum Machtmissbrauch, die anderen zu schlimmster Gleichgültigkeit und wieder andere zu zähneknirschender Wut verleitet.

Für sehende Augen ergibt sich daraus dann doch die Erkenntnis, dass wir Gott suchen müssen; denn sein Angebot besteht seit der Kreuzigung und Auferstehung seines Sohnes, Jesus Christus, immer noch. Jetzt kommt es nur noch darauf an, dass wir unseren Stolz überwinden und demütig um Gnade bitten.

Daniela Bernhard
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Frage
Warum ist der Stolz des Menschen das größte Hindernis, in den Himmel zu kommen?
Tipp
Begegnen Sie Gott doch lieber als Ihrem Erlöser anstatt als Ihrem Richter!
Bibellese
Psalm 41

Sonntag, 13. März 2022: Das Seenotspiel

Kennen Sie das Seenotspiel? Falls nicht: Achtung, Spoileralarm! Ich verrate Ihnen gleich fast die komplette Lösung. Sie befinden sich eintausend Meilen vom Festland entfernt auf einer großen Jacht. Das Schiff beginnt zu sinken, und Sie müssen überlegen, welche Dinge Sie mit auf ein Rettungsboot nehmen. Die 15 folgenden Gegenstände sollen Sie dabei nach Wichtigkeit priorisieren:

Angel samt Zubehör, 10 Liter Dieseltreibstoff, Harpune, 4 m² Kunststofffolie, Moskitonetz, Notrationen (Nahrung), 5 m Nylonseil, 2 Liter hochprozentiger Rum (80 %), 2 Kartons Schokolade, Schwimmweste, Seekarte, Sextant, kleiner Spiegel, Transistorradio (inkl. Batterien), 20 Liter Trinkwasser.

Na, wie sieht Ihre Antwort aus?

Angeblich haben erfahrene Seeleute der US Navy empfohlen, vor allem die Dinge mitzunehmen, mit denen man auf sich aufmerksam machen kann und die dazu dienen, möglichst lange zu überleben. Also z. B. Trinkwasser, Nahrung und den Spiegel. Alle Gegenstände, die der Koordination dienen oder gar dem Versuch, ans Festland zu kommen, sollte man auf der Jacht lassen. Der Weg wäre einfach zu weit.

Bei diesem Spiel denke ich oft an die Beziehung von uns Menschen zu Gott. Wir sind meilenweit von ihm entfernt, und jeder Versuch, aus eigener Kraft zu ihm zu kommen, ist vergeblich. Der Weg ist zu weit, unsere »Missetaten«, wie es der Tagesvers sagt, trennen uns von Gott. Unsere einzige Chance: Hilfe von außen! Wir brauchen jemanden, der uns rettet. Nicht wir überwinden die Trennung, sondern Gott. Jesus Christus kam, um zu suchen und zu erretten, was verloren ist. Wer sich retten lässt, dem werden die Sünden vergeben, und es beginnt eine vertrauensvolle Beziehung.

Thomas Bühne


Frage
Was tun Sie, um die Trennung von Gott zu überwinden?
Tipp
Jesus Christus hat sie längst überwunden und ruft uns zum Glauben auf.
Bibellese
Johannes 6,16-21

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