Freitag, 20. August 2021: Kampf dem Krebs

Es war eine spannende Doku im SWR, die ich mir vor einiger Zeit anschaute. Der Titel lautete: »Kampf dem Krebs – was leistet die Immuntherapie?« In der Sendung wurden einige Patienten über mehrere Jahre hinweg begleitet und dabei beobachtet, wie sie auf die noch recht neue Immuntherapie reagierten. Die Schicksale berührten mich, und ich konnte endlich Freunde und Bekannte, die selbst gegen Krebs kämpfen, besser verstehen. Mir wurde noch mehr klar, dass der Kampf gegen Krebs für viele Patienten, bei denen sich schon Metastasen gebildet haben, eine lange Geschichte ist: Aufs und Abs und jedes Mal wieder die Sorge vor der nächsten Untersuchung. Erfolge und Rückschläge, das Ausprobieren immer wieder neuer Methoden und das Festklammern an jeden Strohhalm. Meist wurde viel zu spät ein Arzt aufgesucht und der Krebs daher zu spät entdeckt. Wie traurig ist jedes einzelne dieser Schicksale! Und wie wertvoll ist dann ein guter Arzt, der wirklich helfen kann.
Jesus beschreibt es so: »Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken.« Der Satz klingt im ersten Moment banal. Natürlich gehen nur Kranke zum Arzt. Denn nur Kranken ist bewusst, dass sie einen Arzt brauchen. Doch Jesus erklärt seine Aussage im nächsten Satz: »Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.« Jesus ist also für Sünder gekommen. Für Menschen, die erkennen, dass sie mit Sünde ein Problem haben. Dass ihr eigenes Versagen wie Krebs in ihnen ist und sie von innen her zerstört. Für Menschen, die erkennen, dass sie ein ernst zu nehmendes Problem haben und Hilfe brauchen. Diese können sich an Jesus wenden. Wie schön, dass er auch wirklich heilen kann!

Michaja Franz


Frage
Ist für Sie persönliches Versagen ein Problem?
Tipp
Wenden Sie sich an Jesus, den Arzt Ihrer Seele!
Bibellese
Markus 2,1-12

Donnerstag, 19. August 2021: Plötzlich und unerwartet

In den letzten Monaten wurden wir mehrmals mit dem Tod konfrontiert, da drei Männer in unserer Nachbarschaft innerhalb kurzer Zeit verstorben sind. Der Nachbar links von uns hatte vor 10 Jahren gesagt: »Es gibt doch einen Gott!« Seine Frau hatte nach einem Schlaganfall für mehrere Wochen in der Klinik gelegen. Immer wieder erzählte er uns von seinen Befürchtungen, dass sie gar nicht mehr nach Hause käme. Wir besuchten ihn, versuchten, ihn zu trösten, und versicherten ihm, dass wir für seine Frau beten würden. Und tatsächlich: Eines Tages wurde die Frau gesund entlassen. Leider hatten wir danach keinen engen Kontakt mehr. Nun ist der Mann gestorben. WO IST ER JETZT?
Der Nachbar gegenüber wohnte alleine, er hatte keine Verwandten mehr. Er berichtete von seinen körperlichen Beschwerden. Aber tiefere Gespräche über Gott oder die Endlichkeit des Lebens wollte er nicht führen. Da er noch keine 70 Jahre alt war, meinte er wohl, er hätte noch Zeit. Doch da passierte ein Unfall, und er starb ganz plötzlich. Wir waren sehr traurig. WO IST ER JETZT?
Der dritte Nachbar war schon über 90 Jahre alt, sehr schwach und konnte sich nicht mehr selbst versorgen. So kam er in ein Altenheim, wo wir ihn noch zweimal besuchen konnten. Diesen Freitag ist seine Beerdigung. WO IST ER JETZT?
Diese drei Erlebnisse haben mir wieder neu gezeigt, wie schnell das Leben zu Ende gehen kann. Was kommt danach? Die Bibel sagt, dass es nach dem Tod ein Gericht geben wird. Doch wer an Jesus Christus glaubt, braucht sich davor nicht zu fürchten. Er weiß, dass seine Schuld vergeben ist und dass auf der anderen Seite ein liebender Vater auf ihn wartet.

Anna Schulz
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Frage
Warum versuchen Menschen oft, den Gedanken an das eigene Sterben zu verdrängen?
Tipp
Klug ist, wer nicht nur an seine Rente, sondern auch an das denkt, was nach dem Tod kommt.
Bibellese
Offenbarung 20,11-15

Mittwoch, 18. August 2021: Auf der Suche nach Gott

Vor einigen Jahren lernten wir eine Frau kennen. Aufgewachsen in Ostdeutschland während der letzten DDR-Jahre, atheistisch geprägt und in die Szene des Okkultismus verstrickt. Sie hatte viel Schlimmes gesehen und persönlich erfahren. Eines Tages dachte sie darüber nach: Wenn es dieses ganze Böse und Dunkle gibt, so musste es doch auf der anderen Seite das Schöne und Helle geben. Sie kannte den Satanismus. Dann musste auf der anderen Seite doch ein guter und liebender Gott sein. So begann ihre Suche. Irgendwann nahm sie Kontakt zu Christen auf, weil sie mehr aus der Bibel lernen wollte, und fand in Jesus Antwort auf ihre Fragen.
Kann eigentlich ein Mensch, der von der Bibel wenig bis gar nichts weiß, dennoch zu Gott finden? Ja, Gott selbst hat vorgesorgt.
Da ist zum einen die Natur mit ihrer atemberaubenden Faszination. Die Bibel macht klar, dass seit der Erschaffung der Welt Gottes Werke ein sichtbarer Hinweis sind auf den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen.
Zum anderen sind da die vielen, als selbstverständlich hingenommenen Wohltaten. So schickt Gott vom Himmel Niederschläge. Er lässt die Pflanzen auf dem Acker wachsen und gibt uns Nahrungsmittel, oft im Überfluss. Gott ermöglicht dem Menschen auch, dass er sich über Dinge freuen kann und nicht nur trübsinnig sein muss.
Zudem hat er jedem die Ewigkeit ins Herz gelegt, dieses Bewusstsein, dass es irgendwie ein Leben nach dem Tod gibt. Zum Schluss wäre da noch das Gewissen, das uns immer wieder Warnsignale aussendet, wenn es in die falsche Richtung geht. Alle diese Hinweise kann man natürlich versuchen zu ignorieren. Aber wenn man darauf achtet, dann kann Erstaunliches passieren.

Arndt Plock
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Frage
An welche Hinweise in Ihrem Leben auf Gottes Existenz können Sie sich erinnern?
Tipp
Gehen Sie den Dingen auf den Grund! Gott gibt sich am deutlichsten in der Bibel zu erkennen.
Bibellese
Matthäus 2,1-12

Dienstag, 17. August 2021: Versorgt durch Gottes Zuwendung

Beim »Still-Face«-Experiment wird beobachtet, wie ein Kind, das jünger als ein Jahr ist, auf die Zuwendung der Mutter reagiert. Zuerst verhält sich die Mutter normal und interagiert mit dem Kind. Sie reagiert auf die Äußerungen des Kindes, auf sein Zeigen und Lautieren. Das Kind ist fröhlich und entspannt. Dann folgt eine Zeit, in der die Mutter starr auf das Kind schaut und keinerlei Reaktionen zeigt. Das Kind versucht zunächst, mit Gesten und Lauten die Aufmerksamkeit der Mutter zu gewinnen. Wenn das ausbleibt, wird das Kind unruhig und beginnt zu schreien.
In dem Experiment wird sehr deutlich, wie sehr ein Mensch von Anfang an auf Zuwendung, Aufmerksamkeit und Kommunikation angelegt ist. Normalerweise versuchen Eltern, ihren Kindern diese Dinge zu geben. Geschieht das nicht, hat das sehr unheilvolle Auswirkungen. Viele Menschen wachsen mit einem Mangel an Zuwendung auf. Sie sind innerlich immer auf der Suche nach Beachtung. Sieht mich jemand? Nimmt jemand Notiz von mir? Wenn der erwachsene Mensch diesen Mangel von anderen Menschen gestillt haben möchte, wird er nie wirklich innerlich versorgt.
Die Bibel nennt Gott, einen »Gott, der mich sieht«. Von Anfang an. Er beachtet uns. Er weiß, wie es uns geht. Auch wenn wir ihn nicht sehen, er sieht uns. Wie im Tagesvers spricht die Bibel an verschiedenen Stellen davon, damit wir es wissen und ihm glauben. Wie oft suchen wir bei anderen Menschen Aufmerksamkeit, Bedeutung und Beachtung. Doch wie oft werden wir enttäuscht. Und wahrscheinlich suchen wir bei Menschen das, was nur der Schöpfer selbst uns schenken kann. Dieses Bedürfnis möchte Gott stillen. Er gibt uns Beachtung und Wertschätzung. Er ist der Gott, der mich sieht.

Manfred Herbst


Frage
Bei wem versuchen Sie, die Bedürfnisse Ihrer Seele zu stillen?
Tipp
Welcher Person könnten Sie heute Beachtung und Aufmerksamkeit geben?
Bibellese
1. Mose 16,1-16

Montag, 16. August 2021: Unterricht per Videokonferenz

»Hallo, sind alle da? Könnt ihr eure Kameras einschalten?« So ähnlich begann häufig der Videounterricht, den ich als Lehrer in der Corona-Zeit 2020 als Ersatz für den Präsenzunterricht durchgeführt habe. Mit Videokonferenzsoftware konnten wir unsere Gesichter sehen, Inhalte diskutieren, Unterrichtsmaterialien teilen und uns gegenseitig Mut für den Alltag zu Hause zusprechen.
Auch wenn durch Videokonferenzen der Unterricht und die Schüler ein wenig aufgefangen werden konnten, wurden die Grenzen dieses Kommunikationsmittels immer wieder deutlich: die Gesprächsbereitschaft war nicht so hoch wie im Klassenraum, kooperatives Arbeiten gestaltete sich schwierig, und auch die Aufmerksamkeitsspanne war angesichts einiger technischer Probleme und des beständigen Starrens auf einen Bildschirm nicht allzu lang.
Wir Menschen sind für den echten Austausch von Angesicht zu Angesicht geschaffen. Die virusbedingte erhöhte digitale Kommunikation war zwar einerseits hilfreich, andererseits zeigt sie aber auch, wonach wir uns sehnen: physische Nähe und Ansprechbarkeit sowie direkte Interaktion mit Stimme, Gesicht und dem ganzen Körper.
Aus diesen Gründen hat Gott nicht nur Briefe und Aufgaben auf die Erde geschickt, sondern seinen eigenen Sohn. In unserem Tagesvers heißt es, dass Jesus »Fleisch wurde« und »unter uns wohnte«. Jesus kam als ganzer Mensch, in »Fleisch und Blut«: ansprechbar, hörbar und erlebbar. Er lehrte nicht auf Distanz, sondern wagte sich in die Nähe der Menschen. Zwar begegnen wir Jesus heute nicht mehr leibhaftig, aber dennoch erweist er sich als nah- und erfahrbar an, wenn wir uns an ihn wenden.

Sebastian Lüling


Frage
Ist Gott für Sie ein weit entferntes und abstraktes Wesen?
Tipp
Sprechen Sie ein Gebet zu Jesus Christus! Er sucht die Nähe zu Ihnen.
Bibellese
Johannes 1,35-51

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