Donnerstag, 01. April 2021: Friday For Future

Als Greta Thunberg damit anfing, für Klimaschutz zu demonstrieren, war dies nicht an einen bestimmten Wochentag gebunden. Zunächst versuchte sie, durch einen dreiwöchigen Schulstreik die Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen zu lenken. Als das nicht half, begann sie damit, jeden Freitag die Schule zu meiden, und kündigte an, so lange zu demonstrieren, bis ihr Heimatland Schweden sich auf eine klimafreundlichere Politik einließe. Dank der Medien und sozialer Netzwerke verbreitete sich der Hashtag #FridaysForFuture rasch. Weltweit begannen zunächst Schülerinnen und Schüler und schließlich viele andere Menschen, an Freitagen zu demonstrieren. Der Antrieb dafür ist die Sorge um die eigene Zukunft: Wie wird es weitergehen mit dem Klima und dem Leben auf unserem Planeten? Was wird geschehen, wenn man nicht beherzt eingreift? Seit Beginn dieser Aktion sind nun schon viele Freitage vergangen, mit welchem Effekt, vermag ich nicht zu sagen.
Ein völlig einmaliges Ereignis, ein einzigartiger Friday For Future, hat dagegen bereits stattgefunden. Am sogenannten Karfreitag vor rund 2000 Jahren hat der Sohn Gottes durch das Opfer seines eigenen Lebens Frieden gemacht zwischen einer schuldbeladenen Menschheit und einem heiligen Gott. Dieser Freitag muss nicht immer wieder wiederholt werden, bis ein Effekt eintritt. Dieses Opfer war einmalig, weil es völlig ausreichend war. Es umfasst jeden Menschen, der es fassen möchte. Und es erfasst jede Lebensschuld, ganz gleich, wie groß diese ist. Dieser einmalige Freitag bewirkt, dass jeder Mensch, der an den Sohn Gottes glaubt, eine ewige Zukunft hat, und das unabhängig davon, ob unser Planet, den wir beschützen wollen, dann noch besteht oder nicht.

Markus Majonica
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Frage
Von welchem Freitag erwarten Sie eine sichere, glückliche Zukunft?
Tipp
Der Karfreitag damals in Jerusalem war Gottes »Friday For Future«.
Bibellese
Johannes 19,14-30

Mittwoch, 31. März 2021: Bad – Mad – or Go(o)d?

Dieses englische Wortspiel bezieht sich auf die Vorstellungen, die die Menschen über Jesus Christus haben, und würde auf Deutsch so heißen: Bösartig – Verrückt – oder Gut bzw. Gott.
Wenn Jesus gewusst hätte, dass er nicht Gott ist, dann wäre er ein schrecklicher Demagoge gewesen, der seine Zuhörer bösartig belogen hat, weil er behauptete, er selbst werde am Weltende alle Menschen danach beurteilen, ob sie ihre Hoffnung wirklich auf ihn gesetzt haben oder nicht (Matthäus 7,21-23). Wenn er das nicht gewusst hätte, müsste man ihn für verrückt erklären, denn eine größenwahnsinnigere Behauptung lässt sich ja kaum noch ersinnen.
Hätte er aber tatsächlich das in den Evangelien beschriebene Leben geführt und seinen Nachfolgern die dort festgehaltenen Lehren weitergegeben, dann müsste jeder aufrichtige Leser zu dem Schluss kommen, dass dort eine Person beschrieben wird, die völlig integer ist und allen Menschen liebevoll, aber auch völlig nüchtern begegnete und die von ihm verkündete Wahrheit mit einem schrecklichen Tod besiegelte. Selbst eingefleischte Atheisten geben das unumwunden zu. Er war also weder boshaft noch verrückt.
Auch seine Auferstehung von den Toten ist besser bezeugt als jedes andere Ereignis aus dem Altertum. Für den Glauben daran sind seine Nachfolger im Lauf der Geschichte zu Hunderttausenden gestorben. Dann bleibt doch bei vorurteilsloser Betrachtung nur übrig, was einer seiner Nachfolger, der Apostel Johannes, von ihm sagt und was in unserem Tagesvers steht: »Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.« Und der Apostel Paulus sagt, dass einmal jede Zunge Jesus Christus »Herr« nennen wird (Philipper 2,11).

Hermann Grabe
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Frage
Was sagen Sie von Jesus Christus?
Tipp
Lesen Sie die Evangelien!
Bibellese
Matthäus 7,21-29

Dienstag, 30. März 2021: Freiwillig sterben für andere?

Mitten in der Corona-Krise im letzten Frühjahr ging Ende März eine außergewöhnliche Meldung durch die Medien: Ein italienischer Geistlicher hatte offenbar freiwillig auf sein eigens für ihn angeschafftes Beatmungsgerät verzichtet, um es aus reiner Nächstenliebe einem jüngeren Mann abzugeben. Zu diesem Zeitpunkt waren Beatmungshilfen in manchen Kliniken tatsächlich Mangelware, und so schien die Nachricht glaubwürdig zu sein. Als ich sie las, war ich enorm beeindruckt von diesem Menschen, der auf eine Beatmung verzichtete, obwohl er wusste, dass ihn das wohl sein Leben kosten würde. Der Mann wurde nach seinem Tod in ganz Italien für seinen Heldenmut gefeiert.
Später gab es allerdings Berichte, dass sich die Begebenheit wohl doch nicht genau so zugetragen hatte. Der Priester soll die Beatmung einfach nicht vertragen zu haben, und das Gerät sei auch nicht extra für ihn besorgt worden. – Also doch keine Tat aus lauter Liebe zum Fremden? *Echte Helden gibt es wohl doch nicht so oft*, dachte ich enttäuscht.
Aber ich bin so froh, dass die Bibel einen echten Helden beschreibt, der wirklich für andere in den Tod gegangen ist. Jesus gab sein Leben aus freien Stücken, um uns von unserer Sünde zu erlösen. Wir hätten sonst niemals Leben in Ewigkeit bekommen, zu schlecht sind unsere Taten, unsere Gedanken, alles, was uns von Gott trennt. Doch Jesus liebt uns so sehr, dass er den Tod und die Verachtung wählte, um Ihnen und mir den Weg zu Gott zu ebnen. Verdient hätte das keiner von uns, oder kennen Sie jemanden, der schuldlos lebt? Jesus Christus hingegen war völlig schuldlos und entschied sich trotzdem, für uns zu sterben. Was für eine Liebe!

Ann-Christin Ohrendorf


Frage
Wissen Sie schon, wie Sie Jesu Angebot der Liebe annehmen können?
Tipp
Vollkommen reine Nächstenliebe findet sich nur bei Jesus.
Bibellese
Johannes 18,1-8

Montag, 29. März 2021: Der finale Cliffhanger

Zur bis dahin gewohnten Sendezeit – Sonntag, 18.50 Uhr – wurde heute vor einem Jahr in der ARD die letzte Folge der »Lindenstraße« ausgestrahlt. Fast 35 Jahre lang stellte die Serie das Leben der Bewohner einer Straße in München nach – in sage und schreibe 1758 Folgen. Wie man das auch von anderen Serienproduktionen kennt, endete bei der »Lindenstraße« jede Episode mit einem »Cliffhanger« (wörtlich: »an der Felswand Hängender«). Dieses dramaturgische Mittel treibt es in Sachen Spannung am Schluss auf die Spitze, wenn etwa ein Protagonist an einer Klippe hängt und man nicht weiß, ob er in den Tod stürzen wird oder nicht. Erst die nächste Folge eine Woche später nimmt die Situation wieder auf … Der Trick dabei ist, eine Szene in der vorgesehenen Sendezeit bewusst deshalb nicht zum Abschluss zu bringen, weil der Zuschauer animiert werden soll, das nächste Mal wieder einzuschalten.
Jedes menschliche Leben in dieser Welt endet mit einem »Cliffhanger« – dem scheinbar unaufgelösten Höhepunkt am Schluss. Wie wird es nach unserer Episode auf dieser Erde weitergehen? Ewiges Leben? Ewiger Tod? Oder gar nichts? Während dem Serienzuschauer nichts anderes übrig bleibt, als abzuwarten, ist die Haltung »Wir werden es sehen, wenn es so weit ist« hinsichtlich meines Ausgangs unnötig. Denn Gott beantwortet in seinem Wort die Frage, wie es weitergeht. Anders ausgedrückt: Er lässt uns nicht dumm sterben. In der Bibel erfahre ich, wie ich in der Ewigkeit bestehen kann, nämlich versöhnt mit Gott durch den Glauben an den Erretter Jesus Christus. Das lässt mich gut schlafen. Spannung und Ungewissheit im Blick auf meinen Ausgang? Ich persönlich könnte und wollte das nicht aushalten müssen.

Markus Wäsch


Frage
Wie beantworten Sie die Frage, wie es nach Ihrem Leben weitergeht?
Tipp
Der ist weise, der gut vorsorgt, auch über das Leben hinaus.
Bibellese
1. Korinther 15,20-28

Sonntag, 28. März 2021: Systemrelevant

Sie stehen täglich im Dienst für andere. Sie sorgen dafür, dass alte Menschen gepflegt werden und ihr Essen bekommen, Kranke die notwendige medizinische Pflege erhalten, Kinder gebildet und betreut werden, wir mit Lebensmitteln und allem Nötigen des täglichen Bedarfs versorgt werden. Diese Menschen sind in unserer gewinnorientierten Gesellschaft eine wenig beachtete, kaum wahrgenommene Gruppe. Oft mit Mindestlöhnen abgespeist, erfahren sie im Allgemeinen wenig Wertschätzung. Nicht selten arbeiten sie körperlich hart, im Schichtdienst und an Sonn- und Feiertagen. Und oft sind es Frauen: Krankenschwestern, Altenpflegerinnen, Erzieherinnen, Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel oder Reinigungskräfte. Auch »Vollzeitmütter« könnte man an dieser Stelle nennen.
Diese Aufzählung ist nicht vollständig, doch man sieht schon, dass es nicht die Banker und Manager der großen Konzerne sind, die »den Laden am Laufen halten«, wenn eine Krise ausbricht. Dass ein Virus wie Corona die ganze Welt auf den Kopf stellen kann, hätte sich niemand vorstellen können. Die Covid-19-Pandemie hat jedoch vielen Menschen die Augen dafür geöffnet, was wirklich zählt und welche Menschen in Wahrheit »systemrelevant« sind. Es sind die, die sich um andere kümmern.
Jesus musste einst seinen Jüngern erklären, was wahre Größe ist: »Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden« (Matthäus 23,11-12). Darin ist Jesus selbst das größte Vorbild, weil er, obwohl ihm als Gottes Sohn der höchste Platz zugestanden hätte, er sein Leben als Diener gelebt und sich unermüdlich für andere aufgeopfert hat.

Daniela Bernhard
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Frage
Ist Ihnen bewusst, wie wertvoll Sie in Gottes Augen sind, egal, wie viel Geld Sie verdienen?
Tipp
Auch wenn die Welt Sie nicht sieht, Gott sieht Sie!
Bibellese
Johannes 13,1-17

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