Dienstag, 13. April 2021: Alles wird gut!

Während sich das Corona-Virus in Deutschland ausbreitete, sah man auf Profilbildern sozialer Netzwerke und in den Fenstern vieler Wohnhäuser Bilder, die von Kindern gemalt waren: Sie zeigten einen Regenbogen, verbunden mit der Botschaft »Alles wird gut!«.
In der Bibel spielt der Regenbogen eine wichtige Rolle. Sie berichtet, dass die Menschen vor mehreren tausend Jahren moralisch so verderbt waren, dass Gott, um dieses Problem einzudämmen, eine globale Strafe vollziehen musste: die Sintflut. Doch bevor diese kam, gab er den Menschen 100 Jahre lang die Gelegenheit, ihr Handeln zu korrigieren und sich Gott zuzuwenden.
In dieser Zeit baute Noah ein großes Schiff, die Arche, in der die Menschen vor der kommenden Flut sicher gewesen wären. Doch nur Noahs Familie nahm dieses Rettungsangebot wahr und überlebte. Nachdem das Wasser sich verzogen hatte, machte Gott ein Versprechen: Er würde nie mehr durch eine Flut die Menschheit vernichten. Daran sollte ihn der Regenbogen erinnern, der jedes Mal sichtbar wurde, wenn die Sonne durch Regenwolken schien. Damit ist dieser Bogen ein Zeichen für die Geduld Gottes.
Doch auch dieses Zeichen ist endlich: Die Bibel macht deutlich, dass Gott zu einem bestimmten Zeitpunkt die Erde durch Feuer vernichten und die Menschheit für jede Boshaftigkeit zur Rechenschaft ziehen wird. Doch wie damals mit der Arche gibt Gott auch heute die Möglichkeit, von diesem Gericht verschont zu werden. An die Stelle der Arche tritt das Kreuz. Dort hat Gott an seinem Sohn das Gericht über die Sünden der Menschheit vollzogen. Wer dies für sich in Anspruch nimmt, ist so sicher vor diesem letzten Gericht, wie Noah es in der Arche war. Für ihn wird tatsächlich alles gut!

Markus Majonica
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Frage
Was hindert Sie daran, in Gottes »Arche« Jesus Christus Rettung zu finden?
Tipp
Gäbe es einen Impfstoff gegen ein tödliches Virus, wäre es fahrlässig, es nicht zu nehmen!
Bibellese
2. Petrus 2,4-9

Montag, 12. April 2021: Charakter

»Hast du einen miesen Charakter!« – so etwas zu hören, tut weh. Noch dazu, wenn wir zustimmen müssen. Unser Jähzorn, unsere Unordnung, unsere Unpünktlichkeit – all das kann andere zur Weißglut bringen, verständlicherweise. Und häufig leiden wir darunter. Wir alle haben unsere Problemfelder: Geldmangel, Kindererziehung, Eheprobleme, nervige Arbeitskollegen oder Schulden. Die anderen Dinge kommen noch dazu: Unversöhnlichkeit, »ich habe aber recht«, »ich hasse ihn«, Verlustängste, Beziehungskrisen, Verletzungen, Enttäuschungen, Einsamkeit oder ähnliche Makel. Die Liste ließe sich fortsetzen, unser Spiegelbild ist nicht immer glänzend.
Wie gut tut dann jemand, der an unserem Leben teilnimmt. Wie wohltuend, wenn jemand aktiv zuhört und keine Pauschalantworten gibt. Wie freundlich, wenn jemand mitträgt, empathisch ist und versteht. Wie tröstlich sind diejenigen, die loyal bleiben, ehrlich sind, zurechtrücken, treu an der Seite gehen und nicht schlecht hinter unserem Rücken reden, auch wenn ich im Unrecht bin.
Jesus will all das für uns sein! Die größte Last, die unserer Sünde, unserer Schuld, hat er längst getragen. Die können und sollen wir bei ihm abladen! Aber Jesus will auch den Alltag mit uns gestalten, helfen, beraten, tragen! Not lehrt beten, aber danach bete weiter! Weil Jesus liebt, wie nie jemand lieben kann.
Jesus will uns auch helfen, dass unser mieser Charakter verändert wird. Das geschieht vor allem dadurch, wenn wir die Bibel lesen und erfahren, wie er selbst war und gelebt hat. Wenn wir anschauen, wie Jesus mit anderen Menschen umging, wie er unter starkem Druck reagiert hat, wie er auf falsche Anschuldigungen einging, dann möchten wir auch gerne so leben wie er!

Peter Lüling
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Frage
Sind Sie sich Ihrer Charakterschwächen bewusst?
Tipp
Lassen Sie Jesus daran arbeiten! Er kann auch Sie verändern.
Bibellese
Kolosser 3,1-17

Sonntag, 11. April 2021: Gottes Exit-Strategie

In dieser Jahreszeit erwacht die Natur wieder zum Leben. Nachdem monatelang vieles heruntergefahren war, kommen jetzt wieder die Blumen und das Grün an den Bäumen zum Vorschein. Die Vögel singen wieder, die Sonne scheint zunehmend länger und man schöpft Hoffnung, dass es weitergeht. Ich liebe diese Jahreszeit von allen am meisten.
Eine Woche nach Ostern ist der sogenannte »Weiße Sonntag« im Kirchenjahr. Früher trugen die Ostertäuflinge ihre weißen Taufkleider noch längere Zeit über Ostern hinaus, davon ist diese Bezeichnung abgeleitet. Die Taufe steht auch für einen Aufbruch ins neue Leben – mit Christus, dem Auferstandenen. Sie spricht sowohl vom Tod als auch von dem neuen Leben, zu dem einer, der an Christus glaubt, durchgebrochen, ja, »auferstanden« ist. Das alte Leben hinter sich lassen – wünscht sich das nicht mancher? Und macht uns das die Natur nicht Jahr für Jahr vor?
In der Corona-Krise wurde wie nie zuvor weltweit vieles »heruntergefahren«. Es war ein Stück weit wie ein Sterben, und die Frage war: Wie werden wir wieder hochkommen? Und auch: Muss alles wie vorher sein? Mancher wünschte sich wieder den alten Stand der Dinge herbei, aber viele dachten auch darüber nach, ob dies nicht ein wirklicher Neuanfang werden kann, ja, werden muss. Z. B. nicht mehr Konsum und Genuss um jeden Preis, sondern Dienst am Nächsten, weil das Leben viel zu kostbar ist, um es in Selbstverwirklichung zu vergeuden. Mit der Bindung im Glauben an Christus kann so ein Neuanfang gelingen – und nicht nur das, es wird dann auch nach unserem Tod einen Neuanfang geben – durch Auferstehung, für die uns Jesus durch sein Sterben am Kreuz zum Vorbild und Wegbereiter geworden ist.

Joachim Pletsch
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Frage
Gab es für Sie damals diesen Neuanfang?
Tipp
Falls nicht, nutzen Sie jetzt die Chance dazu!
Bibellese
Kolosser 2,13-15

Samstag, 10. April 2021: Laufen lassen

Als Hundebesitzer freue ich mich, wenn ich unsere Hündin in der Natur frei laufen lassen kann. Sie genießt es, ohne Leine zu stöbern, frei mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen und spielen zu können. Diese Freiheit setzt aber einiges voraus: Freilauf gibt es nur dort, wo er erlaubt ist. Begegnet mir dabei ein anderer Hund, der angeleint ist, muss ich u. U. auch meinen wieder an die Leine nehmen. Gerade bei freiem Laufenlassen trifft mich eine besondere Verantwortung: Ich muss genau beobachten, ob eine Gefahr droht, ob z. B. Wild in der Nähe ist, auf das mein Hund losgehen könnte. Während der ganzen Zeit muss der Hund abrufbar sein, um im Gefahrenfall Schaden abzuwenden. Das wiederum setzt konsequente Erziehung voraus, damit der Hund auch dann hört, wenn der Reiz zur Jagd besonders groß ist.
Bei einem solchen Hundegang kam mir die Erkenntnis, dass es mit meinen Gedanken ähnlich ist. Es tut manchmal gut, ihnen freien Lauf zu lassen und Eindrücke ungefiltert aufzunehmen. Doch birgt dieser »Freilauf« auch Gefahren. Sehr schnell kann es gehen, dass meine Gedanken sich immer weiter entfernen und um Themen zu kreisen beginnen, die nicht gut sind: Um Dinge, die ich um jeden Preis haben möchte, Menschen, auf die ich neidisch bin oder deren Nähe ich unbedingt begehre. Wenn man nicht aufpasst, gewinnen solche Gedanken schnell ein Eigenleben: Sie werden von Gedanken zu Wünschen, von Wünschen zu Plänen, von Plänen schließlich zur Tat.
Als Quelle der Gedanken nennt die Bibel oft das Herz (z. B. Matthäus 15,19-20). Der Tagesvers aus dem Buch der Sprüche macht deutlich, dass wir hier im Herzen, also an der Quelle der Gedanken, anfangen müssen, wenn wir Schaden für unser Leben und unsere Mitmenschen abwenden wollen.

Markus Majonica
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Frage
In welche Richtung gleiten Ihre Gedanken am häufigsten ab?
Tipp
Gott kennt auch unsere freilaufenden Gedanken.
Bibellese
Psalm 25

Freitag, 09. April 2021: Kindervertrauen

Ich war an einem sonnigen Frühlingstag wieder einmal im Wald unterwegs, um mit den Kindern mit Stöcken zu spielen, Kaulquappen zu beobachten und auf umgestürzte Bäume zu klettern, die nach einem schweren Sturm noch in großer Menge im Wald liegen. Ich klettere mit unseren beiden Kindern auf den umgestürzten Baum, und wir balancieren vorsichtig nach oben. Während unser großer Sohn das Balancieren schon sicher beherrscht, ist die Kleine mit ihren 1 ½ Jahren noch wackelig unterwegs. Aber als ich ihr meine Hand hinstrecke und sie fest zugreift, marschiert sie mutig und forsch, ja, fast schon euphorisch und eilig los. Sie scheint scheinbar jede Angst vergessen zu haben.
Manchmal wundere ich mich über das Vorbild unserer Kinder. Sie vertrauen einfach, weil sie den Papa und die Mama kennen. Angst verfliegt durch eine bekannte und sichere Hand. Kinder vertrauen, weil sie ihre Eltern kennen. Sie fühlen sich sicher und sind es auch, weil sie geliebt werden. Nie würden wir als Eltern zulassen, dass ihnen Schlimmes passiert. Ihr Wohlergehen ist unser Leitmotiv. Wir wollen sehen, wie aus ihnen starke Persönlichkeiten reifen.
Für mich war das ein schönes Bild, wie wir als Gottes Kinder vertrauensvoll an Gottes Hand durchs Leben gehen können. So wie sich meine Tochter an meiner Hand sicher fühlte und sie im Vertrauen, dass ich sie halte, vorwärtsging, dürfen wir an Gottes Hand auch durch schwere Zeiten gehen. Er ist immer da und wird uns nicht verlassen. Auch wenn Nöte und Sorgen um uns her sind, haben wir die gute Hand eines guten Gottes, die uns hält und die für uns da ist. Und es wird unserem Leben Sicherheit und Frieden geben, wenn wir ihm mehr wie Kinder vertrauen. Wir müssen nur zugreifen!

Bernhard Volkmann
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Frage
Wie sicher beherrschen Sie das Balancieren?
Tipp
Wer von Gott gehalten wird, wird nicht stürzen.
Bibellese
Psalm 16

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