Donnerstag, 21. Januar 2021: Jona flieht vor Gott

Das Buch Jona beschreibt in nur vier Kapiteln etwas von der Verlorenheit des Menschen und dem Herzen Gottes. Es beginnt damit, dass Gott sich unmittelbar an Jona wendet, einen Israeliten, der Gott kennt. Er soll nun anderen Menschen, die Gott nicht kennen, von ihm erzählen, und zwar in Ninive, der Hauptstadt des Assyrischen Reiches, dem Feind Israels. Ausgerechnet dort soll Jona die Menschen darüber aufklären, dass sie durch ihr eigenes Verschulden Gottes Gericht auf sich gezogen haben. Das ist eine ernste Botschaft in einer ernsten Zeit. Doch Gott macht mit dieser Mission deutlich, dass es ihm nicht in erster Linie darum geht, an Menschen eine gerechte Strafe zu vollstrecken. Gott will seine Leute dazu einsetzen, anderen eine gute Nachricht mitzuteilen: Es ist noch nicht zu spät, kehrt um und wendet euch Gott zu! Doch wie reagiert Jona hierauf?
Statt sich weisungsgemäß auf den Weg zu machen, besteigt er ein Schiff, das in die entgegengesetzte Richtung fährt, verkriecht sich darin und versinkt in tiefem Schlaf. Allerdings gibt Gott weder seinen Boten noch Ninive auf. Er schickt einen Sturm, der das Schiff in Seenot bringt. In akuter Lebensgefahr muss Jona seinen Mitreisenden gestehen, dass er Gottes Willen ignoriert hat. Und er muss lernen, dass sein falsches Verhalten für ihn Konsequenzen hat. Er muss ins Meer geworfen werden, um die übrige Mannschaft, die er in Gefahr gebracht hat, zu retten. Doch gleichzeitig nutzt Gott sogar das Versagen Jonas, um die anderen Menschen an Bord von seiner Existenz und seiner Allmacht, seinen Willen durchzusetzen, zu überzeugen. Am Ende dieses ersten Kapitels steht trotz Jonas Widerstand, dass Menschen, die Gott vorher nicht kannten, ihn ernst nehmen und von ihren bösen Wegen umkehren.

Markus Majonica
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Frage
Wem gleichen Sie in dieser Geschichte?
Tipp
Gott setzt alles in Bewegung, um Menschen zu retten – auch Sie.
Bibellese
Jona 1

Mittwoch, 20. Januar 2021: Ein aufwühlendes Gebet

Am 23. Januar 1996 wurde in Topeka, der Haupststadt des US-Bundesstaates Kansas, Pastor Joe Wright gebeten, die neue Wahlperiode des Senats zu eröffnen. Er eröffnete die Sitzung mit folgendem Gebet:
»Himmlischer Vater, wir treten heute vor Dich und bitten um Vergebung und suchen Deine Weisung und Führung. Wir wissen, dass Dein Wort sagt: »Wehe denen, die Böses gut nennen«, aber genau das haben wir getan. Wir haben unser geistliches Gleichgewicht verloren und unsere Werte verdreht. Wir bekennen das. Wir haben die absolute Wahrheit Deines Wortes lächerlich gemacht und das Pluralismus genannt. Wir haben andere Götter angebetet und das Multikultur genannt. Wir haben Perversion gutgeheißen und das alternativen Lebensstil genannt. Wir haben die Armen ausgebeutet und das ihr Los genannt. Wir haben Faulheit belohnt und das Wohlstand genannt. Wir haben unsere Ungeborenen getötet und das Selbstbestimmung genannt. Wir haben Menschen, die Abtreibungen vornahmen, entschuldigt und das Recht genannt. Wir haben es vernachlässigt, unseren Kindern Disziplin beizubringen, und das Selbstachtung genannt. Wir haben Macht missbraucht und das Politik genannt. Wir haben den Besitz unseres Nachbarn beneidet und das Strebsamkeit genannt. Wir haben den Äther mit Pornografie und weltlichen Dingen verschmutzt und das Pressefreiheit genannt. Wir haben die Werte unserer Vorväter belächelt und das Aufklärung genannt. Erforsche uns, o Herr, und erkenne unser Herz, reinige uns von allen Sünden und mach uns frei davon …«
Meines Erachtens hat Joe Wright damit den Nagel auf den Kopf getroffen! Unser größtes Problem sind nicht der Klimawandel oder Wirtschaftsfragen, sondern unsere Auflehnung gegen den lebendigen Gott!

Daniel Zach


Frage
Was denken Sie über dieses »unkonventionell, ehrliche« Gebet?
Tipp
Ist es nicht an der Zeit, sich vor Gott zu demütigen?
Bibellese
Daniel 9,1-19

Dienstag, 19. Januar 2021: Wo wollen Sie einmal wohnen?

Was haben das Dorf Kampen auf Sylt, die Außenalster in Hamburg und die Mandlstraße in München gemeinsam? Dort findet man die teuersten Grundstücke Deutschlands. Der Kauf einer Immobilie an einem dieser Standorte dürfte für jeden Durchschnittsverdiener unerschwinglich sein. Selbst wenn jemand über genügend Finanzmittel verfügt, bleiben seine Chancen gering. Denn kaum ein Eigentümer ist bereit, seine Villa an einem dieser Top-Standorte aufzugeben. Wird im Ausnahmefall doch einmal eine Immobilie verkauft, stehen die Interessenten Schlange. Neben einem gut gefüllten Geldbeutel benötigt man auch die passenden Beziehungen und das richtige Timing.
Eine Wohnung in bester Lage muss für uns trotzdem kein unerfüllbarer Traum bleiben. Denn Jesus Christus sagt seinen Nachfolgern zu, dass er im Himmel Wohnungen für sie vorbereitet. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wird die Wohnlage ausführlich beschrieben. Dort heißt es in Kapitel 21, dass diese Wohngegend von Gottes Herrlichkeit erfüllt ist. Dementsprechend gibt es dort keinen Tod, keine Tränen und keine Schmerzen mehr. Die Stadt Gottes bietet einen faszinierenden Anblick, der durch Ausdrücke wie Gold, Edelsteine und Perlen beschrieben wird. Wasser des Lebens fließt als breiter Strom mitten durch die Stadt, und an den Ufern stehen Bäume, die wunderbare Früchte hervorbringen. Das Beste an diesem unvorstellbar schönen Standort ist die vollkommene Gemeinschaft, die Bewohner dort mit Gott dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus in Ewigkeit genießen können.
Jesus hat versprochen, dass er alle in diese himmlischen Wohnungen bringt, die durch den Glauben an ihn in eine neue Beziehung zu Gott getreten sind. Gehören Sie schon dazu?

Andreas Droese
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Frage
Wissen Sie schon, ob Sie einmal in die himmlischen Wohnungen einziehen werden?
Tipp
Nehmen Sie sich Zeit für die wichtigste Beziehung Ihres Lebens: Jesus möchte Ihr Retter, Guter Hirte und Wohnungsgeber sein.
Bibellese
Offenbarung 21,1-8

Montag, 18. Januar 2021: Deutsche Reichsgründung heute vor 150 Jahren

Viele kennen das Bild von Anton von Werner. In fast jedem Geschichtsbuch ist es zu finden. Das Bild zeigt Kaiser Wilhelm auf einem Podest auf der linken Seite. Vor ihm stehen stehen die Reichsfürsten. In der Bildmitte Bismarck und General Moltke. Alle jubeln. Preußen hatte Frankreich niedergezwungen. Der Gründung eines deutschen Kaiserreichs stand nun nichts mehr im Weg.
War das ein Glückstag für die Deutschen? In mancher Hinsicht schon. Deutschland erlebte in den Jahrzehnten danach einen gewaltigen Aufschwung. Die deutsche Wirtschaft, unterfüttert von einer überragenden Wissenschaft, war in ihrem Wachstum nicht aufzuhalten. In vieler Hinsicht wurde das Kaiserreich zu einem kulturellen Zentrum der Welt. Doch ein halbes Jahrhundert später zerbrach die ganze Herrlichkeit in den Stürmen des Ersten Weltkriegs.
War das die Folge, oder war es einfach nur ein Unglück? Die Frage ist schwer zu beantworten. Oft fehlt nur wenig, um prächtige Pläne scheitern zu lassen. Wilhelm II., der Enkel des ersten Kaisers, sagte vor 1914 einmal in einer Rede: »Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen.« – Sedantag und Reichsgründung sind wie ein Traum vergangen. Wenn das, was man mit größter Anstrengung und Einsatz von unzähligen Menschen schafft, nur der eigenen Selbsterhöhung und Selbstbehauptung dient, dann beginnt bald der Niedergang oder sogar Untergang, wenn man das Ende des Zweiten Weltkriegs mit einbezieht. Und der Tagesvers führt dies letztlich auf den Herrn im Himmel zurück, der den Gang alles Irdischen regiert. »Der hohen Taten Ruhm muss wie ein Traum vergehn« (Gryphius), wenn wir Gottes Willen missachten und vergessen, was er eigentlich von uns Menschen will: mit ihm Frieden zu schließen und Frieden untereinander zu bewahren.

Karl-Otto Herhaus


Frage
Warum nur begehen Menschen und Völker immer wieder den gleichen Fehler?
Tipp
Wer Gott nicht fürchtet, ist zu den schlimmsten Taten fähig und führt sie auch aus, wenn er Gelegenheit dazu bekommt.
Bibellese
Sprüche 28,14

Sonntag, 17. Januar 2021: Wem gehört das Leben? (2)

Leider kommt es in Deutschland, trotz des im Grundgesetz verankerten »Schutzes des ungeborenen Lebens«, offiziell zu weit über 100 000 Schwangerschaftsabbrüchen jährlich, je nach Statistik. Abtreibungen zählen zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen, zudem sind sie zu 97 % rechtswidrig (Focus-online vom 4. Februar 2017).
Es ist ein Armutszeugnis für ein so reiches Land wie Deutschland, dass jährlich so viele Ungeborene das Licht der Welt niemals erblicken dürfen! Und das, obwohl aufgrund sinkender Geburtenraten der demografische Wandel zu einer überalterten Gesellschaft mit vielen Folgeproblemen führt. Man redet uns ein, Abtreibung sei harmlos und die gesetzlichen Regelungen dazu seinen veraltet, es wäre selbstverständliches Recht einer modernen Frau, über das Leben ihres ungeborenen Kindes entscheiden zu dürfen. Doch kann man es verantworten, das erste Menschenrecht, nämlich das Recht auf Leben, mit dem Recht auf Selbstbestimmung auszuhebeln?
Es ist eine Lüge, dass wir die Freiheit hätten, über die Fortführung oder den Abbruch einer Schwangerschaft einfach so zu entscheiden. Schließlich geht es hier um Leben und Tod! Das schutz- und wehrlose Kind, das leider (noch) kein Bürgerrecht hat, wird der Willkür von Stärkeren ausgesetzt. Genauso wichtig, wie für den Schutz des ungeborenen Lebens einzutreten, ist es allerdings auch, ungewollt Schwangere nicht alleinzulassen und ihnen zu helfen.
Staunen wir doch wieder neu darüber, was für ein Wunder sich jedes Mal vollzieht, wenn ein neuer Mensch entsteht! Der Tagesvers sagt, dass Gott selbst hier am Werk ist. Nennen wir das Kind beim Namen: Es ist kein wertloser »Zellklumpen«, sondern ein geliebtes Geschöpf Gottes.

Daniela Bernhard
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Frage
Wie denken Sie über dieses Problem?
Tipp
Wenn man sich umfassend informiert, bekommt man auch einen klareren Blick für die richtige Entscheidung.
Bibellese
Psalm 127,3-5

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