Donnerstag, 11. März 2021: Kein Platz mehr auf dem Friedhof

Die Lombardei in Norditalien leidet unter dem Corona-Virus, als ich dies schreibe, schon wochenlang und noch immer. Besonders betroffen ist die Stadt Bergamo, in der knapp 12 000 Personen infiziert wurden. Die Zahl der Todesopfer in den ersten zwei Wochen im März 2020 war um das Vierfache höher als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019. Auf dem städtischen Friedhof sind die Plätze für die Särge ausgegangen. Militär-Lkw mussten diese zum Einäschern in Nachbarregionen bringen.
Anfang 2020 war der Tod noch so weit weg. Wuhan in China war praktisch unbekannt, und man hoffte, dass die Corona-Epidemie ebenso weit wegbleiben würde. Aber dann musste man sich auch in Europa und besonders in Italien dieser unausweichlichen und brutalen Realität stellen. Doch der Tod kam nicht plötzlich und unerwartet. Hätte man auf die Warnungen gehört, hätte man auf diese Situation besser reagieren können.
In der Bibel gibt es auch Warnungen in Bezug auf die Bedrohung des Todes. Schon zu Adam hatte Gott gesagt: »… aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben« (1. Mose 2,17). Adam und Eva haben aber doch davon gegessen, und somit kam der Tod als Resultat ihres Ungehorsams in die Welt und ist für alle Menschen eine traurige Realität. Doch so wie Gott vor dem Tod warnt, so gibt er auch die Verheißung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. So steht es in unserem Tagesvers. Wer an Jesus glaubt und für sich in Anspruch nimmt, dass Jesus die Strafe für die Sünde auf sich genommen hat, der erfährt Vergebung und kommt nicht in den ewigen Tod, die ewige Trennung von Gott. Der darf wissen, dass auch im Angesicht des Todes Rettung möglich ist.

Thomas Kröckertskothen
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Frage
Glauben Sie schon an Jesus Christus?
Tipp
Kommen Sie zum Leben!
Bibellese
Johannes 11,25-26

Mittwoch, 10. März 2021: Kinderglaube

Letzte Woche musste ich zum Arzt. Meine Frau hatte darauf gedrungen. Ich habe eine Glatze, und die Haut auf dem Scheitel hat sich die letzten Jahre geändert. Ist es Hautkrebs? »Aktinische Keratose« lautete die Diagnose, jedenfalls noch kein Hautkrebs. Ich war total erleichtert. Anschließend wurde mir noch der Blutdruck gemessen: 160 zu 95! Oh, der ist aber hoch! Bestimmt, weil ich beim Arzt war, oder? Zum Arzt sagte ich: »Ich habe mir diese Nacht und heute Morgen überlegt: Was, wenn ich heute mein Todesurteil hören muss?«
Mein Bankkonto gibt mir Sicherheit – aber was hilft das gegen Krankheiten? Meine Fitness gibt mir Sicherheit – was hilft das gegen einen Verkehrsunfall? Meine Familie gibt mir Sicherheit – das ist so gut und wichtig – nur, was, wenn du gerade am anderen Ende der Erde unterwegs bist? Was gibt uns Halt, Sicherheit, Geborgenheit, Zuversicht, wenn um uns herum Dämme brechen? Wenn Bedrohungen sich aufbauen, Verluste erlitten werden müssen, Krisen nicht mehr bewältigt werden? Was, wenn die Politik versagt, der Verein, die Familie, und ich selbst keine Antworten mehr habe? Bin ich naiv, wenn ich Gott vertraue? Ist es dumm, an einen Unsichtbaren zu glauben, der sich in Jesus gezeigt hat?
Ich vertraue Gott, Jesus Christus. Ich will es, weil er mein Schöpfer ist. Ich vertraue auf Jesus, weil er alles durchlebt hat wie ich auch. Ich vertraue auf Jesus, weil er der Erste und der Letzte ist, der Anfang und das Ende. Ich vertraue Jesus, weil er sich noch nie revidieren musste. Sein Wort ist total zuverlässig. Ist das kindlich naiv? Vielleicht. Ich beobachte kleine Kinder, die auch einfach vertrauen und glücklich sind. Sie haben auch guten Grund dazu, denn ihre Eltern lieben sie, sehr sogar. Wie viel mehr mein GOTT!

Peter Lüling
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Frage
Wie sicher fühlen Sie sich tatsächlich?
Tipp
Der Boden ist ziemlich dünn. Schon bei der kleinsten Erschütterung bricht man ein. Gott wird Sie halten, wenn Sie sich ihm anvertrauen.
Bibellese
Psalm 57

Dienstag, 09. März 2021: Macht macht krank

Das hatte ich nicht erwartet: In einer Unterrichtsstunde fragte ich meine Schüler, wie Menschen richtig mit Macht umgehen können. Ein Schüler meinte, dass jeder Mensch, wenn er Macht bekommt, irgendwann hochmütig und vermessen wird. Eine andere Schülerin sagte, es bräuchte einen Herrscher, der moralisch unfehlbar ist. Diese Aussagen haben mich zum Staunen gebracht.
Die Schüler hatten so gute Gedanken darüber, was eine Gesellschaft bräuchte, sahen aber auch, dass der Mensch das nicht herbeiführen kann. Und das gilt nicht nur für gesellschaftliche und politische Angelegenheiten, sondern auch für alltägliche Situationen. Z. B. bemerke ich im Unterricht, dass ich nicht immer gleich gerecht in der Beurteilung von Schülerleistungen oder bei Maßnahmen für Fehlverhalten bin. Auch weiß ich genau, wie ich zu Überheblichkeit neigen würde, wenn ich immer und überall am längeren Hebel säße, wenn ich stets die Fäden in der Hand hielte. Macht macht krank.
Die Bibel erzählt, dass Jesus Christus gewaltige Macht hat, dass durch ihn das ganze Universum geschaffen wurde. Vom entferntesten Fixstern bis zur winzigsten Molekülkette hat er sich alles erdacht. Wie trat er auf, als er hier auf der Erde war? Was machte die Macht, die er hatte, mit ihm? Hier kommt die große Überraschung: »Der Sohn des Menschen«, also Jesus, kam und ließ sich nicht hochleben, wie es ihm eigentlich angemessen gewesen wäre. Nein, er nutzte seine Macht, um zu dienen – um zu heilen, zu helfen, zu trösten. Ja, sogar, um sein Leben hinzugeben als Bezahlung für den Schuldenhaufen, den wir vor Gott mit unseren ungerechten Taten und Gedanken aufhäufen. Wir kleine Menschen tun oft mächtig groß. Der erhabene Jesus machte sich mächtig klein.

Lucas Müller


Frage
Wie würden Sie mit sehr viel Macht wohl umgehen?
Tipp
Jesus machte sich freiwillig klein – das macht ihn unendlich groß.
Bibellese
Lukas 22,24-27

Montag, 08. März 2021: Vom Schwiegermonster zum Familienfrieden

»Die liebe Schwiegermama« ist ein leidiges Thema. So manche Internetforen sind voll von Klagen junger Frauen über ihr »Schwiegermonster«. Es gibt sogar eine Pflanze namens »Schwiegermutterzunge«, die sich auf die Spitzzüngigkeit von Schwiegermüttern bezieht.
Umso beeindruckender ist die Geschichte von Rut und Noomi im Alten Testament. Noomi verlor in der Fremde ihren Mann und beide Söhne. Als sie sich mit ihren beiden moabitischen Schwiegertöchtern Orpa und Rut auf den Weg zurück in ihre Heimat Israel machte, wollte sie die jungen Frauen heim zu ihren Müttern schicken. Rut jedoch bestand hartnäckig darauf, bei ihrer Schwiegermutter Noomi zu bleiben und mit ihr nach Israel zu ziehen. Warum? Von Noomi hatte sie von dem Gott der Israeliten gehört. Diesen Gott wollte sie kennenlernen und in ihrer schwierigen Situation als junge Witwe bei ihm Zuflucht suchen (Rut 2,12). Außerdem hing sie an ihrer Schwiegermutter und wollte sie nicht verlassen. So gingen die Frauen zusammen, und Gott segnete diese Entscheidung: In Israel heiratete Rut einen fürsorglichen und wohlhabenden Mann und wurde Mutter eines Sohnes. Die Nachbarinnen freuten sich mit der frischgebackenen Großmutter Noomi, die die Pflegerin des kleinen Kindes wurde: »Denn es ist der Sohn deiner Schwiegertochter, die dich so sehr liebt und die dir mehr bedeutet als sieben Söhne!« (Rut 4,15).
Diese Geschichte zeigt, dass es durchaus liebevolle Beziehungen zwischen Schwiegermüttern und Töchtern gibt. Und sie macht deutlich: Wer bei Gott Zuflucht sucht, wird erleben, dass er nicht enttäuscht wird. Mit seiner Hilfe erwächst aus guten Beziehungen unerwartet sogar etwas ganz Neues. Treue und Vertrauen untereinander und ihm gegenüber gefallen ihm sehr.

Annegret Heyer


Frage
Was schätzen Sie besonders an einem Familienmitglied, das Ihnen momentan Probleme bereitet?
Tipp
Bitten Sie Gott im Gebet um Hilfe, wenn Sie eine Familienbeziehung belastet!
Bibellese
Rut 4,13-22

Sonntag, 07. März 2021: Lebensangst – schon gehamstert?

Zu manchen Zeiten kann man seltsame Dinge beobachten und, wer hätte es gedacht, auch in Deutschland. Es war im März 2020, als sich viele in Deutschland als Sammler betätigten. Was sie sammelten, war eigentlich nicht von hohem Wert, aber über Nacht offenbar zu lebenswichtigen Dingen geworden. Die Regale der Supermärkte waren wie leer gefegt, und ein Bedarf an Toilettenpapier und Nudeln hatte sich in Windeseile in vielen Haushalten verbreitet. Was war los mit Deutschland? Warum hamsterten die Leute auf einmal solche Artikel? Existenzangst und Überlebenssorge war in die Herzen eingezogen. Das Corona-Virus hielt die Menschen im Griff und schürte durch sein unbekanntes Wesen viele Befürchtungen. Der Mensch erwies sich als das, was schon immer von ihm behauptet worden war, nämlich dass er Sammler und Jäger ist. Sogar Gewalt wurde an manchen Orten eingesetzt, um die heiß begehrten Güter zu erlangen.
Aber stopp! Ist das der stolze homo sapiens, der weise Mensch, der so handelt? Nun, als Jesus Christus hier auf dieser Erde war, hat er dieses Thema immer wieder aufgegriffen. Da er jeden Menschen kannte, wusste er auch auch um die Lebenshaltung jedes Einzelnen. Das ist bis heute noch so. »Was sammelst du dir, was ewigen Wert hat?«, ist seine Frage an uns. Haben Sie schon mal an Gottes Angebot gedacht, das Ihnen gemacht wird? Er bietet ewiges Leben und ein Erbteil, das unvergänglich ist. Seine Schätze hat er für Sie und mich bereitet, damit wir uns mit ihm in Ewigkeit freuen können. Dazu gab er seinen geliebten Sohn Jesus hin, damit dieser für uns am Kreuz mit aller Eitelkeit und Schuld ein für alle Mal fertig würde und wir ewiges Leben erhalten können. Sammeln Sie doch seine Schätze, und zwar für die Ewigkeit!

Rudolf Kühnlein
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Frage
Wie stehen Sie zu Gottes Angebot der Vergebung Ihrer Schuld?
Tipp
Hamstern Sie nicht wertlosen Kram!
Bibellese
Offenbarung 3,15-21

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