Montag, 19. September 2022: Delle oder Drama?

Unser Mathis (5 Jahre) spielt draußen vor dem Haus. Er wirft mit einem Stein und – trifft unser Auto, das in unmittelbarer Nähe steht. Im Auto ist eine Delle. Ich komme heraus, und das Drama ist perfekt …

Ich versuche Mathis deutlich zu machen, dass es sich tatsächlich um einen teuren Schaden handelt. Womit soll ich das vergleichen, damit ein 5-Jähriger das versteht? Wie viele Ritterburgen von Playmobil sind das wohl? Wie viel Eis kann man davon essen? Wie viele »Asterix und Obelix«-Comics kann man davon kaufen? Ich weiß nicht mehr, was genau ich alles ausprobiert habe, aber nichts hat funktioniert. Ich ärgere mich: Der kleine Mann scheint nicht zu verstehen, dass das Ding nicht nur eine Delle ist, sondern ein ziemlich teurer Schaden. Er kann den Schaden einfach nicht einschätzen …

Bin ich nicht auch oft so? Ist meine Schuld vor Gott und Menschen nur eine Delle? Oder etwa doch ein Drama? Mein Eindruck ist: Ich schätze die Schwere meiner Schuld oft total falsch ein. Ich tue so, als sei alles nur eine Kleinigkeit – fast so, als hätte ich einfach ein wenig zu viel Schokoladeneis gegessen.

Gott beurteilt meine Sünde und Schuld anders. Und als Schöpfer ist sein Wertmaßstab entscheidend. Schuld ist tatsächlich ein Drama! Das Beste wäre, wenn ich seinem Urteil zustimme: »Ja, Gott, du hast recht! Schuld ist nicht nur eine Delle, sondern ein Drama! Und ich habe ordentlich Schuld aufgeladen!«

Gott sei Dank – nicht sprichwörtlich, sondern wirklich – nimmt Gott so ein einfaches Gebet ernst und vergibt mir meine Schuld, wenn ich ihn ehrlich darum bitte.

Willi Dück


Frage
Wie beurteilen Sie Ihr Fehlverhalten?
Tipp
Stimmen Sie dem Urteil Gottes über Ihre Schuld zu und bitten Sie ihn um Vergebung!
Bibellese
Römer 2,11-16

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