Mittwoch, 13. September 2023: Generalumbau, Offenbarung 21,5

Wir mussten umbauen. Warum? Unsere kleine Eigentumswohnung besaß ein völlig veraltetes Bad und WC. Die zwei Räume waren extrem eng. Sanierung allein reichte nicht aus. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Generalumbau in Auftrag zu geben: Die trennende Zwischenwand wurde niedergerissen. Alle alten Installationen mussten herausgerissen und durch neue ersetzt werden. Nach dem ersten Tag des Umbaus sah es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Alles war zerstört. Das musste so sein, damit etwas Neues, Schöneres entstehen konnte.

Während dieser Wartezeit erinnerte ich mich an einen Lebensabschnitt, in dem alles zusammengebrochen war. Beruflich überschritt ich meine Kompetenzen. Knapp entging ich einer fristlosen Entlassung. Durch eigene Schuld zerbrach meine erste Ehe. In meiner Seele wurde es dunkel, Depressionen überfielen mich, Todesängste umgaben mich, Selbstmordgedanken waren an der Tagesordnung. Die »Räume meines Lebens« wurden sehr, sehr eng. Später begriff ich, dass Gott an mir arbeitete, damit etwas Neues entstehen konnte – so wie mit unserem Bad.

Durch das Evangelium der Bibel stand Jesus vor mir und sagte: »Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden« (Johannes 10,9). Dieses Angebot nahm ich an, und – oh Wunder – alles wurde neu! Jesus Christus wurde das Zentrum meines Lebens. Er hat am Kreuz die trennende Zwischenwand der Sünde niedergerissen, die mich von Gott trennte. Jesus heilte alle Wunden, die ich mir selbst zugefügt hatte, und machte aus meinem kaputten Leben ein neues Leben, mit einem weiten Raum. Neue Gedanken wurden »installiert«. Voller Vorfreude warte ich nun auf eine noch viel schönere Wohnung bei Gott im Himmel.

Sebastian Weißbacher
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Frage
Was macht Ihnen das Leben unerträglich?
Tipp
Jeder Mensch braucht einen Generalumbau durch Jesus Christus.
Bibellese
Offenbarung 21,1-8

Dienstag, 12. September 2023: Biografien, Johannes 6,68

In den letzten Wochen habe ich die Biografie von Elon Musk gelesen. Beeindruckend, was er geschafft hat: PayPal, SpaceX, Tesla. Ein Mann, der polarisiert, der angriffslustig ist, speziell – aber es reden sehr viele über ihn. Nachhaltig hat er unsere Vorstellungen verändert, was die Banken, den Weltraum und das Automobil betrifft. Vor Jahren las ich die Biografie von Steve Jobs. Unglaublich genial, innovativ, ein wahrer Visionär. Was wird man in 50 Jahren über die beiden denken? Werden sie in Erinnerung bleiben?

Ich habe schon viele Biografien gelesen. Von Musikern, Politikern, Nobelpreisträgern, Forschern. Viele haben mich, was die Lebensleistung betrifft, überrascht und herausgefordert. Große Leute mit starkem Ende, aber viele hatten auch große Schwächen. Wenn das Geld nicht mehr das Ziel war, wurden es dann Einfluss und Macht. Die Ehen und Beziehungen blieben häufig auf der Strecke, was mir sehr missfallen hat, trotz herausragender Lebensleistung.

Doch meine »Lieblingsbiografie« befindet sich in der Bibel. So gerne lese ich jedes Jahr die Evangelien durch und sehe den Sohn Gottes. Immer wieder entdecke ich neue Herrlichkeiten an ihm. Kein anderer Mensch hat die Welt nachhaltiger geprägt und verändert als ER! Kein Buch wurde öfter gedruckt und mehr gelesen worden als sein Wort! Schon vor 2000 Jahren starb er (bevor er wiederauferstand), sein äußerlicher Nachlass war nichts als ein Gewand, und doch ist er immer noch in aller Munde.

Vielleicht können Sie auch einmal wieder die Bibel zur Hand nehmen. Sie haben recht, es gibt darin Abschnitte, die schwere Kost sind, aber ich kann Ihnen sagen, wenn Sie im Neuen Testament beginnen, wird es Ihnen schwer werden, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen.

Peter Lüling
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Frage
An wem orientieren Sie sich?
Tipp
Prüfen Sie, ob die Worte dieser Person mit ihrem Leben übereinstimmen.
Bibellese
Johannes 7,40-53

Montag, 11. September 2023: Ein neues Zuhause, Johannes 14,2

Tiere und Insekten sind oft beeindruckende Baumeister. Bienen und Wespen können mit ihrem Wachs kunstvolle Waben bauen. Ameisen errichten beeindruckende Hügel mit unzähligen Gängen. Ganzen Völkern bereiten sie auf diese Weise ihre Unterkunft vor. Termiten erbauen gemessen an ihrer Körpergröße so hohe Häuser, dass eine menschliche Behausung im gleichen Verhältnis zu ihrer Körpergröße fast 5000 m hoch sein müsste. – Oder nehmen wir den Biber. Er fühlt sich in Teichen wohl. Dort legt er Dämme an. Seine Unterkunft ist eine richtige Burg und hat Zugänge, die unter Wasser liegen. Danach folgen trockene Bereiche, in denen er schlafen kann und Nahrung für die kalte Jahreszeit lagert. Dachse wiederum graben über Generationen an ihren unterirdischen, oft Hunderte Meter umfassenden Bauten. Webervögel konstruieren z. B. um Telegrafenmasten riesige Gemeinschaftsnester, die jahrzehntelang bewohnt werden können.

Als der Sohn Gottes vor 2000 Jahren mit seinen Jüngern in Israel unterwegs war, sprach er mit ihnen über ihr zukünftiges Zuhause. Sie sollten wissen, dass sie nach dieser Erdenzeit ein neues Heim bei ihm haben würden. Er versicherte ihnen: »Und wenn ich dann alles vorbereitet habe, komme ich zurück und werde euch zu mir holen, damit ihr auch da seid, wo ich bin« (Johannes 14,3). Diese Zusage gilt auch heute für jeden, der ein Jünger Jesu ist. Wenn wir unsere Sündenlast bei Jesus abladen und uns ihm anvertrauen, erhalten wir dieses Wohnrecht bei ihm.

Wenn Gott nun schon Tiere und Insekten in nur sechs Tagen als so ausgezeichnete Baumeister geschaffen hat, wie viel schöner muss dann dieses neue Zuhause sein, an dem Jesus, durch den alles geschaffen ist, nun schon 2000 Jahre baut.

Stefan Taube
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Frage
Wo wird Ihr Zuhause nach dieser Erdenzeit sein?
Tipp
Gott lädt Sie ein, bei ihm zu wohnen.
Bibellese
1. Chronik 17,1-14

Sonntag, 10. September 2023: Inder verklagt Eltern …, Psalm 115,3

Der 27-jährige Raphael Samuel aus dem indischen Mumbai hatte seine Existenz satt – und zwar so sehr, dass er plante, seine Eltern zu verklagen. Er warf ihnen vor, ihn ohne seine Zustimmung zur Welt gebracht und dem Schrecken des Daseins ausgesetzt zu haben. Seine Forderung: »Wenn wir schon ohne unser Einverständnis in die Welt gesetzt worden sind, sollte man uns wenigstens ein Leben lang versorgen. Unsere Eltern müssen dafür bezahlen, dass wir leben.« Seine Mutter Kavita Karnad Samuel erklärte in einem Interview mit dem Fernsehsender BBC: »Ich bewundere die Dreistigkeit meines Sohnes, gegen seine Eltern vor Gericht zu ziehen – wo er doch weiß, dass wir beide Anwälte sind.«

Eigentlich müsste Raphael Samuel nicht Vater und Mutter, sondern seinen Schöpfer anklagen. Immerhin ist er es, »der den Menschen den Atem gab und den [Lebens]hauch denen, die auf der Erde gehen« (Jesaja 42,5). Um Erlaubnis bitten muss er niemanden – nicht einmal Raphael Samuel aus Mumbai in Indien.

Vielleicht haben Sie sich auch schon mal, wie Hiob, die Frage gestellt: »Warum starb ich nicht von Mutterleib an, verschied ich nicht, als ich aus dem Schoß hervorkam?« (Hiob 3,11). Der Kirchenlehrer Augustinus sagte dazu: »Die Sehnsucht Gottes ist der Mensch.« Wie Raphaels Eltern ihren Sohn gewollt und sich nach ihm gesehnt haben, verlangt es Gott nach einer Beziehung mit uns. Nicht nur, dass er Tag für Tag für uns sorgt – Jesus gibt »sich selbst als Lösegeld« für uns (1. Timotheus 2,6) und bezahlt für unsere Sünden, damit wir leben können! Nicht Gott schuldet uns etwas, sondern wir ihm! In einem Lied heißt es: »Was ich zum Dank auch gebe dir, / die ganze Welt ist noch zu klein. / Der Dank für diese Liebe hier, / kann nur mein eignes Leben sein.«

Peter Güthler
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Frage
Wie gehen Sie mit dem Wissen um, ein Geschöpf Gottes zu sein?
Tipp
Dankbarkeit gibt Dingen und Menschen Wert.
Bibellese
Hiob 38,1-21

Samstag, 09. September 2023: Wenn Gott spricht, 1. Mose 11,1

Heute ist »Tag der deutsche Sprache«. Dieser Aktionstag wurde 2001 durch den Verein Deutsche Sprache e.V. initiiert. Er soll ein Sprachbewusstsein fördern, das den unkritischen Gebrauch von Fremdwörtern, insbesondere die Sucht, überflüssige englische Ausdrücke zu benutzen, eindämmt oder verhindert. Zudem soll bei den Bürgern der Sinn für die Schönheit und Ausdruckskraft der deutschen Sprache geweckt und der Wille gestärkt werden, gutes und verständliches Deutsch in Wort und Schrift zu gebrauchen. Ich selbst bin ein Fan der deutschen Sprache, und ich genieße es, immer wieder Texte zu kreieren, Formulierungen zu benutzen und ausdrucksstarke Wörter zu finden, die den Leser in Verstand und Herz erreichen. Unsere Sprache in ihrer Vielfältigkeit ist geeignet, vieles zu lehren und zu studieren, Menschen zu heilen und zu verletzen, sie zum Lachen und zum Weinen zu bringen.

Die Bibel, das Wort Gottes an uns Menschen, ist in vielen unterschiedlichen deutschen Übersetzungen erhältlich. Darin ist die Sprache der Bibel zwar verständlich, jedoch oft in einem Deutsch geschrieben, wie es heute nur noch selten gesprochen wird. Andererseits ist gerade diese Art der deutschen Sprache so ausdrucksstark, so tiefgründig, so allumfassend, so herzergreifend und letztlich so klar, dass ich immer wieder erstaunt bin, wie klar und deutlich ich spüren kann, wie Gott durch sein Wort zu mir redet. Das inspirierte Wort Gottes vermag auch in Übersetzungen das zu bewirken, was Gott damit beabsichtigt hat: ihn kennenzulernen und das, was er getan hat, um den Menschen eine Leitlinie für ihr Leben zu geben und ihnen den Weg zu ihm zu weisen. Wir haben mit der Bibel in unserer Muttersprache einen unfassbaren Schatz, den es zu bergen und zu nutzen gilt.

Axel Schneider
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Frage
Wie empfinden Sie die »Sprache« der Bibel?
Tipp
Lassen Sie die Worte der Bibel zu Ihnen reden!
Bibellese
Psalm 119,56-68

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