Dienstag, 14. Dezember 2021: Wettlauf zum Südpol mit tödlichem Ausgang

Heute vor 110 Jahren wurde zum ersten Mal der Südpol erreicht. Im Winter liegt dort die Temperatur konstant bei ca. -65 °C. Im Hochsommer steigt die Temperatur im Durchschnitt auf -25 °C. Dies stellt die Forscher vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen. Doch der Ruhm, wer zuerst den Südpol erreichte, führte zu einem Wettlauf zwischen dem norwegischen Seemann Roald Amundsen (1872-1928) und den britischen Offizier Robert Falcon Scott (1868-1912).
Amundsen wählte zum Transport Hundeschlitten, wie ihn die Eskimos verwendeten. Bei seiner Ausrüstung achtete er zudem auf möglichst geringes Gewicht. Außerdem entschied er, sich auf Skiern fortzubewegen, wie es seit Jahrtausenden in Skandinavien bei Schnee üblich war. Scott setzte dagegen moderne Fortbewegungsmittel ein wie Motorschlitten und Ponys, die aber unzureichend für die harten Bedingungen erprobt waren. Seine wenigen Hunde konnten dann, als Motorschlitten und Ponys versagten, die schweren Lasten nicht alleine ziehen. Schließlich erfroren und verhungerten Scott und seine Begleiter erschöpft, nachdem sie etwa einen Monat später als die Mannschaft von Amundsen den Südpol erreicht hatten.
Wenn es darum geht, das Ziel im Himmel zu erreichen, ist der Weg – welche Strategie auch immer man wählt – unmöglich mit eigenen Mitteln zu schaffen. Wir werden immer scheitern. Wer aber den Weg wählt, den Jesus Christus für uns gebahnt hat, der kommt wirklich am Ziel an. Das hat er versprochen und garantiert, und er wusste, wovon er redete, denn er kam vom Himmel her. Und was muss nun ein Mensch dafür tun? Sich einfach diesem Führer anschließen, auf ihn sein Vertrauen setzen, der auch die große Barriere unser Schuld gegenüber Gott für immer beseitigt hat.

Thomas Pommer


Frage
Auf welche »Strategie« verlassen Sie sich, um in den Himmel zu kommen?
Tipp
Nur durch den Glauben an Jesus Christus kommt man sicher ans Ziel.
Bibellese
Matthäus 11,25-30

Montag, 13. Dezember 2021: »Kaputteritis« ausgebrochen?

Kennen Sie das? Mehrere Geräte im Haushalt gehen fast zur gleichen Zeit kaputt. In unserer Familie ist das einmal wirklich so passiert: Die Backofentür brach ab, beim Fernseher konnte man das Programm nicht mehr wechseln, dann fiel das Smartphone unserer Tochter auf den Fliesenboden und holte sich die berüchtigte »Spiderman-App« (Sprung in der Scheibe). Kurz darauf meldete die elektronische Anzeige im Auto ständig irgendwelche Fehler, unsere Spülmaschine spülte nicht mehr sauber, die andere Tochter fing sich einen Trojaner auf ihrem Laptop ein, und zu allem Überfluss hatte der Kaffeevollautomat plötzlich einen technischen Defekt, und ich musste meinen »lebensnotwendigen« Morgenkaffee wieder von Hand aufbrühen. Bei solchen Erfahrungen wird man schmerzhaft daran erinnert, dass auf dieser Erde nichts für die Ewigkeit gemacht ist. Alles vergeht, veraltet, geht kaputt – irgendwann.
Wie befreiend ist es da, sich auf das zu konzentrieren, was ewig Bestand hat! Aber was ist das? Das ist zum einen Gott selbst, denn die Bibel sagt: »Von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Gott« (Psalm 90,2). Und es ist Gottes Wort, wie es im Tagesvers heißt: »Das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.«
Gott und die Bibel ändern sich also nicht. Sie sind die beiden ewigen Konstanten in einer Welt der Kurzlebigkeit. Alles vergeht, veraltet, muss überholt werden, aber Gott und sein Wort bleiben immer gleich zuverlässig und aktuell. Deshalb lohnt es sich, sich mit dem Ewigen zu beschäftigen. Wenn wir das tun, werden uns kaputtgegangene Gegenstände auch nicht mehr so leicht aus der Fassung bringen. Wer im Leben aber nur auf Vergängliches setzt, wird das am Ende bitter bereuen.

Daniela Bernhard
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Frage
Wann haben Sie sich zuletzt mit »ewigen Dingen« befasst?
Tipp
Ärgern Sie sich nicht zu sehr, wenn mal wieder ein Gerät kaputt geht. Dafür ist es gemacht!
Bibellese
Psalm 103,14-22

Sonntag, 12. Dezember 2021: 3. Advent – Lohnt sich das Warten?

Wir warten: Darauf, dass das neue Handy endlich erscheint. Darauf, dass die lange dauernde Schwangerschaft ein Ende hat. In anderen Ländern haben die Menschen andere Sorgen. Sie warten darauf, dass der Krieg endlich endet, sie warten auf die nächste Essensration oder darauf, dass es ein Ärzteteam endlich in ihre Gegend schafft. Und wer lange wartet, stellt sich manchmal die Frage: Lohnt sich die Warterei überhaupt? Was kommt denn nach dem Warten? Das neue Handy ist nächstes Jahr wieder alt, das Baby hält mich nächtelang wach, und nach dem Ende des Krieges gibt es für lange Zeit nicht weniger harte Lebensbedingungen. Da kann man ganz mutlos werden. Was, wenn sich nach dem Warten alles als eine große Enttäuschung herausstellt?
Wie oft stellt sich heraus, dass das, was man erwartet, nicht den Erwartungen entspricht! Das war auch beim Volk Israel der Fall. Es wartete auf den verheißenen Retter, der es endlich aus der Unterdrückung und Fremdherrschaft befreien sollte. Und dann kam dieser Erlöser tatsächlich – aber als ein unscheinbares Kind, noch dazu in ärmlichen Verhältnissen geboren. Was brachte Hanna dazu, Gott zu loben, als sie das Baby erblickte, an dem doch nichts Herrliches und Außergewöhnliches zu erkennen war? Diese Erkenntnis wurde ihr vom Heiligen Geist geschenkt. Sie beruhte nicht auf etwas Sichtbarem, sondern auf Offenbarung durch den Unsichtbaren.
Heute scheint es oft ähnlich zu sein. Vielen Menschen erscheint Jesus nicht als etwas Einmaliges, Außergewöhnliches. Im besten Fall ist er für sie ein guter Mensch. Die Erkenntnis, dass er auch ihr Retter sein will, kann ihnen nur geschenkt werden. Das geschieht aber nur dann, wenn sie zur Erlösung von ihren Sünden diesen Retter auch wirklich ersehnen.

Anne Paschke
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Frage
Was bedeutet Ihnen der von Gott gesandte Retter?
Tipp
Lassen Sie sich doch von Gott zeigen, wie sehr Sie ihn brauchen!
Bibellese
Lukas 2,21-38

Samstag, 11. Dezember 2021: Mutig durch eine extreme Eiswüste

Es ist beeindruckend, welch ausgefallene Ziele sich Menschen setzen und dabei selbst vor Todesgefahr nicht zurückschrecken. Als eine der größten Abenteuerinnen kann die Britin Felicity Aston (geb. 1977) angesehen werden. Sie hatte sich das Ziel gesetzt, als erster Mensch den 14 Millionen Quadratkilometer großen Kontinent Antarktis (= 40-mal so groß wie Deutschland) völlig auf sich alleine gestellt und nur mit eigener Muskelkraft zu durchqueren. Sie startete am 25. November 2011 vom Ross-Schelf-Eis und gelangte am 23. Januar 2012 nach 59 Tagen am Ronne-Schelf-Eis an. Auf der 1744 Kilometer langen Tour in Eiseskälte und Schneestürmen bewegte sie sich auf Skiern und zog im Schlepptau zwei Schlitten mit dem Lebensnotwendigsten hinter sich her. Zu dem 85-Kilogramm schweren Gepäck gehörten ein Zelt, ein Schlafsack, ein Satellitentelefon, Essen aus gefriergetrockneten Menüs und Brennstoff zum Kochen. Ihre strapaziöse Reise fand ein großes Echo in der Presse. Als Anerkennung ihrer Solo-Expedition wurde sie 2019 von der englischen Königin Elisabeth II. empfangen. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen wurden ihr zuteil, darunter »The Queen’s Polar Medal«.
Der Apostel Paulus vergleicht Christen mit solchen Menschen, die engagiert ein Ziel verfolgen. Mag das irdische Ziel auch noch so hoch angesetzt sein, das himmlische Ziel ist das höchste nur Denkbare, weil es unsere ewige Bestimmung betrifft. Vergleicht man all jene, die in der Welt um einen Siegespreis kämpfen, mit zielorientierten Christen, dann kommt Paulus zu dem Schluss: »Jene kämpfen, um einen vergänglichen Kranz zu bekommen, wir aber einen unvergänglichen« (1. Korinther 9,25). Nicht nur einer ist es, der es erreicht, sondern Unzählige sind es.

Werner Gitt


Frage
Haben Sie das himmlische Ziel schon für sich gesetzt?
Tipp
Es ist für jeden erreichbar, der sich von Gott rufen lässt.
Bibellese
Hebräer 3,1

Freitag, 10. Dezember 2021: Keine Zeit

Heute saß ich beim Kinderarzt im Wartezimmer und kam mit einer Oma ins Gespräch, die mit ihrer anderthalbjährigen Enkelin zu einer Untersuchung gekommen war. Die Frau sagte, wie glücklich sie über ihr Enkelkind sei, weil die Eltern lange auf Nachwuchs warten mussten und alle froh waren, als es schließlich doch noch klappte. Und sie sei so dankbar, dass sie als Rentnerin die Zeit hätte, mit dem Kind zum Arzt zu gehen. Ihre Schwiegertochter würde leider viel in ihrem Studio arbeiten und könnte sich nur wenig um das Kind kümmern. Zum Glück käme es aber schon bald in eine Kita.
Nach diesem Gespräch machte ich mir im Stillen so meine Gedanken. Warum gibt man so früh das Kind ab, das man sich jahrelang gewünscht hat? Warum fällt es einer Mutter so schwer, auf anderes zu verzichten, um Zeit für das ersehnte Kind zu haben? Wie kurz sind doch die Jahre, die wir ohnehin nur mit unseren Kindern haben! Werden wir es später nicht bereuen, wenn wir zurückschauen und realisieren, dass unsere Kinder viel mehr Zeit mit Erziehern und Sozialpädagogen verbracht haben als mit ihren Eltern? Die kostbare Zeit, wenn unsere Kinder klein sind, lässt sich nie mehr zurückholen. Wofür verwenden wir sie? Wie gestalten wir sie?
Bindung braucht Zeit, denn kleine Kinder kennen keine »quality time«. Eine enge Beziehung wird niemals entstehen, wenn man sich nur abends sieht. Und gerade wir Eltern werden später traurig sein, wenn diese Beziehung fehlt. Denn wenn wir einmal alt sind, werden wir uns auch wünschen, dass sich unsere Kinder Zeit für uns nehmen. Doch werden sie das tun, wenn wir keine Zeit für sie hatten? Das Prinzip von Saat und Ernte gilt auch hier.

Anna Schulz
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Frage
Wie gestalten Sie Ihren Familienalltag?
Tipp
Die Prinzipien des Schöpfers sind die besten.
Bibellese
Markus 10,13-16

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