Dienstag, 14. September 2021: Vom Glauben reden und ihn leben

Es war schon komisch. Erst traute ich mich nicht, in der neuen Firma meinen christlichen Glauben zu bezeugen. Und als es endlich raus war, konnte ich meinen Mund gar nicht mehr halten. Jedem, der es hören wollte oder auch nicht, musste ich die Gute Botschaft von der Erlösung durch Jesus Christus weitersagen. Im Rückblick denke ich, dass ich sehr aufdringlich war. Als mir das bewusst wurde, ging ich nicht mehr so forsch vor. Ich wartete, bis Gott mir Gelegenheiten gab, in ungezwungener Atmosphäre von ihm zu reden.
Gott hat mich immer wieder mit Menschen zusammengebracht, die Antworten im Glauben suchten. So saß ich eines Tages in meinem Büro und hatte schon lange kein Gespräch mehr mit Kollegen über den Glauben geführt. Ich war frustriert, und weil ich allein war, lud ich meine Traurigkeit darüber bei Gott ab. Ich bat ihn, mir bald wieder eine Gelegenheit zu schenken. Ich hatte noch nicht »Amen« gesagt, als die Tür aufging und einer unserer Auszubildenden in mein Büro trat. »Herr Grünewald«, sagte er, »Sie sind doch Christ? Wissen Sie, ich möchte den Kriegsdienst verweigern und das aus Glaubensgründen tun. Können Sie mir da helfen?« Es entwickelte sich ein richtig gutes Gespräch über den wahren Glauben. Als er gegangen war, konnte ich immer noch nicht glauben, wie schnell Gott mein Gebet erhört hatte. Dieses Erlebnis zeigte mir erneut, dass Gott lebt und dass er sich um die kleinen Dinge wie um die großen Dinge kümmert.
Das macht mir Mut, auch weiterhin von Jesus zu reden und auch darüber zu schreiben, was ich mit Gott erlebt habe – z. B. hier in diesem Kalender. Mein Wunsch ist es, dass auf diese Weise noch viele entdecken, wie man ein spannendes Leben durch die tägliche Begegnung mit Gott haben kann.

Bernd Grünewald
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Frage
Glauben Sie, dass Gott Ihnen nah ist und Sie hört?
Tipp
Gott schenkt uns sein Wort und manchmal auch Erlebnisse, die uns zeigen, dass er lebt und uns führen will.
Bibellese
1. Timotheus 2,1-7

Montag, 13. September 2021: Jesus weint!

Es gibt meines Wissens nur zwei Stellen im Neuen Testament, in denen vom Sohn Gottes gesagt wird, dass er weint: die eine davon hier, als Jesus sich der Stadt Jerusalem nähert, um seinen letzten Auftrag, seinen Tod am Kreuz, zu erfüllen. Ich würde nun erwarten, dass er angesichts seiner bevorstehenden Hinrichtung über sein eigenes Schicksal weinte. Doch das ist nicht der Fall: Er weint über die Stadt, auf die er, vermutlich vom Ölberg aus, hinabblickt. Es ist eine große Stadt mit mächtigen Mauern und prachtvollen Gebäuden. Der Tempel der Stadt war mit Gold so reich verziert, dass er in der Sonne gestrahlt haben muss. Angesichts des bevorstehenden Passahfestes dürften sich einige hunderttausend Menschen in der Stadt aufgehalten haben.
Doch was der Sohn Gottes anstelle der äußerlichen Größe sieht, ist ihr zukünftiges Schicksal (Jerusalem würde nur wenige Jahrzehnte später völlig zerstört werden) und die Verlorenheit und Blindheit ihrer Bewohner: Etwa drei Jahre lang hatte er sich in Israel durch Wunder hervorgetan, die noch nie zuvor ein Mensch bewirkt hatte. Er hatte jeden Beweis für seine Menschenfreundlichkeit und Güte erbracht, den man sich nur denken kann. Er hatte sogar das zugesagt, was man nicht mit Händen greifen kann: Vergebung von Schuld. All das geschah mehr oder weniger öffentlich und hatte ihn im ganzen Land bekannt gemacht. Doch die Bewohner der Hauptstadt Israels sahen das Offenkundige nicht: Hier erscheint der Sohn Gottes als Retter der Welt, ganz persönlich und anfassbar. Und er hat keine feindliche Gesinnung, sondern herzliches Erbarmen mit dem Schicksal der Menschen. Über die Menschen, die diese einzigartige Chance für ihr Leben nicht annehmen, muss der Sohn Gottes weinen.

Markus Majonica
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Frage
Was machen Sie mit Jesus Christus?
Tipp
Erkennen Sie doch »an diesem Tag«, was zu Ihrem persönlichen Frieden mit Gott dient!
Bibellese
Römer 5,1-2.11

Sonntag, 12. September 2021: Ein ergreifender Anblick

»Ich habe einmal ein Lamm sterben sehen. Es war ein äußerst ergreifender und zugleich schrecklicher Anblick. Als es an den Ort der Schlachtung gebracht wurde, sah es besonders liebenswert aus. Die Jungen jeder Tierart sind reizend – Kätzchen, Welpen und Fohlen – aber ein Lamm ist ganz besonders anziehend. Als es dort stand, war es der Inbegriff der Unschuld. Sein weißes, makelloses Fell vermittelte den Eindruck von Reinheit. Es war sanft und mild, hilflos und schutzlos. Seine Augen waren besonders ausdrucksvoll; sie sprachen von Angst. Es schien völlig grundlos, dass ein so junges, so schönes Geschöpf sterben sollte. Nun wurden die Beine zusammengebunden, und das leidende Lamm lag auf der Seite, schwer atmend, als ahne es den bevorstehenden Tod. Mit einer schnellen Bewegung führte der Schlachter das Messer quer über die Kehle. Das Blut ergoss sich auf den Boden. Der kleine Leib verkrampfte sich in Todeszuckungen und lag bald darauf still. Das sanfte Lamm war gestorben. …
Im Glauben sehe ich ein anderes Lamm sterben – das Lamm Gottes. An diesem Lamm ist alles liebenswert. Er steht in der Blüte seiner Jahre. Es scheint völlig grundlos, jemanden zum Tode zu bringen, der so rein ist. Aber die Henker nehmen ihn und nageln ihn ans Kreuz, durch Hände und Füße hindurch. Dort erleidet er die auf ihn konzentrierten Qualen und Schrecken der Hölle als Stellvertreter für Sünder. Und während all dem sind seine Augen voller Liebe und Vergebung. Nun ist die Zeit seiner Leiden beendet. Er gibt seinen Geist auf. Ein Soldat durchbohrt seine Seite, und heraus fließt Blut und Wasser. Das Lamm Gottes ist gestorben. – Mein Herz ist voll. Ich falle auf meine Knie und danke ihm! Allein der Gedanke – er ist für mich gestorben! Ich werde nie aufhören, ihn zu lieben« (nach W. MacDonald).

Gerrit Alberts
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Frage
Ergreift Sie das Sterben Jesu um Ihretwillen?
Tipp
Sein Opfertod war nötig, damit unsere Sünde vergeben werden kann.
Bibellese
1. Petrus 2,19-25

Samstag, 11. September 2021: 9|11 – der 11. September

Dieses Datum hat sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Wir verbinden damit nicht in erster Linie ein Datum, sondern eine Katastrophe. Die Fernsehbilder schockieren noch immer; zu sehen, wie die Türme des World Trade Center krachend in sich zusammenstürzen, war schrecklich. Tausende Menschen fanden damals den Tod. Etliche sind bis heute vermisst und werden auch nicht mehr gefunden werden. Was für einen inneren Schmerz empfinden die Angehörigen wohl noch bis heute. Sicherlich werden, gerade am heutigen 20. Jahrestag, viele Tränen der Hinterbliebenen geweint. Viele Betroffene haben bekannt, dass der einzige Trost, den sie fanden, in Jesus Christus zu finden ist. Er allein bringt aufgewühlte und schmerzende Herzen zur Ruhe.
Der 11. September ist ein weiteres, tragisches Beispiel dafür, wie niederträchtig Menschen sein können. Wie viel Böses geschieht heute in 24 Stunden, was tun Menschen anderen Menschen nicht alles an! Doch das eigentliche Problem liegt eine Etage tiefer. Die Taten an der Oberfläche zeigen, wie bitter die Wurzel, das menschliche Herz, sein muss. Genau deshalb kam der Sohn Gottes, Jesus Christus, auf unsere Erde. Er sah das ganze Schlechte, die Kriege, den Hass, die Anschläge, die Lieblosigkeit der Menschheit. Und er sah das wahre Grundproblem hinter all diesen kleinen und großen Katastrophen.
Das Kreuz, an dem Jesus starb, war der Ort, an dem Jesus Frieden gemacht hat zwischen dem lebendigen Gott und uns. Dort ist der Platz, an dem jeder, der Jesus selbst um Vergebung seiner Schuld bittet, Frieden mit Gott erhält und innerlich zur Ruhe kommt. Wir können von innen heraus neue Menschen werden. Nicht nur eine fromme Fassade drübertapezieren, sondern eine Kernsanierung am Herzen erhalten.

Thomas Lange
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Frage
Durch welche Notsituation müssen Sie gerade gehen?
Tipp
Vertrauen Sie sich Jesus Christus an! Er möchte Ihr Herz zur Ruhe bringen.
Bibellese
Kolosser 1,15-23

Freitag, 10. September 2021: Töte dich nicht!

Der 10. September ist Welttag der Suizidprävention. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt aus diesem Anlass eine Statistik heraus. Danach tötet sich alle 40 Sekunden ein Mensch selbst. Jugendliche aus reichen Ländern sind besonders gefährdet. Jährlich nehmen sich laut WHO etwa 800 000 Menschen das Leben. Allein in Deutschland starben laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2017 9200 Menschen durch Suizid. Die Ursachen für Selbstmord sind vielfältig: Einsamkeit, unheilbare Krankheit, empfundene Sinnlosigkeit des Lebens, Menschen ohne Liebe oder berufliches Versagen können Auslöser sein.
Selbstmord ist in der Bibel kein großes Thema. In Kriegszeiten war dies ein möglicher Ausweg, um sich vor schlimmen Grausamkeiten feindlicher Soldaten zu retten. Doch bei einem im Neuen Testament geschilderten Ereignis zeigt sich auch ein sozialer Aspekt eines möglichen Motivs. Ein Gefängnisaufseher, dem nach einem Erdbeben die Gefangenen fortzulaufen drohten, wollte sich möglicher Konsequenzen durch Selbstmord entziehen. Die inhaftierten Missionare Paulus und Silas konnten ihn gerade noch davon abhalten, indem sie selbst wie auch die anderen Gefangenen auf die Gelegenheit zur Flucht verzichteten und ihn stattdessen auf die Möglichkeit hinwiesen, für alle Ewigkeit gerettet zu werden: »Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden!« Da schöpfte der Mann Hoffnung und ließ sich auf ein neues Leben mit Jesus ein. Am Ende ging alles gut für ihn aus.
Angesichts der oben genannten Zahlen wünscht man sich, dass doch auch denen, die mit ihrem Leben ein Ende machen wollen, neue Hoffnung gegeben wird. Dazu kann beitragen, dass sie durch jemanden Halt finden, der sie wirklich liebt und sogar an ihrer Stelle starb.

Detlef Kranzmann
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Frage
Haben Sie jemanden, wenn Sie keinen Ausweg mehr sehen?
Tipp
Wir dürfen unsere Situation dem Herrn Jesus anvertrauen; mit ihm gibt es immer einen Ausweg.
Bibellese
Apostelgeschichte 16,25-34

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