Dienstag, 28. Oktober 2025: Der Mann hinter den Narnia-Geschichten, Johannes 1,12

Sein Name ist C. S. Lewis. Er lebte von 1898 bis 1963 in Großbritannien und war Professor für englische Literatur an den renommierten Universitäten Oxford und Cambridge.

Lewis war ein sehr scharfsinniger Mensch, der alles mit einem klaren Verstand zu erfassen versuchte. Er beschäftigte sich viel mit Philosophie und Literatur. Anfänglich stand er Menschen, die an Gott glaubten, sehr skeptisch gegenüber. Allerdings traf er in Oxford auch Menschen, die ebenso belesen und scharfsinnig waren wie er und doch ganz überzeugt an einen lebendigen Gott und die Aussagen der Bibel glaubten. Lewis bemühte sich redlich, nach den ethischen Maßstäben, die er durch seine philosophischen Überlegungen als richtig und vernünftig erkannt hatte, zu leben. Dabei stellte er allerdings enttäuscht fest, dass es ihm nicht gelang. Er erkannte sein Versagen seinen eigenen Idealen gegenüber und damit aber auch seine Schuld vor dem absoluten Gott. Er kapitulierte vor Gott und übergab ihm sein Leben. Später schrieb er einmal: »In der Ewigkeit gibt es nur zwei Arten von Menschen: die, die zu Gott sagen: ›Dein Wille geschehe.‹ Und die, zu denen Gott sagt: ›Dein Wille geschehe.‹ Alle, die in der Hölle sind, haben sich letztlich auch dafür entschieden.«

In seinen Narnia-Romanen verarbeitet Lewis den Kampf zwischen Gut und Böse. Der Löwe Aslan trägt viele Züge von Jesus Christus, bis dahin, dass er bereit ist, für den rebellischen Edmund zu sterben, und dann auch wiederaufersteht. Genau das ist die biblische Botschaft, dass Jesus selbst für unsere Schuld und unser Versagen gestorben ist. Er hat die Strafe Gottes getragen und ist wiederauferstanden und bietet uns nun ein Leben in der Beziehung zu ihm an.

Bernhard Volkmann

Montag, 27. Oktober 2025: Aber!, 2. Mose 32,1

Wenn man die Bibel zur Hand nimmt und im 2. Buch Mose das Kapitel 31 liest, wird man Zeuge, wie Mose auf einem Berg eine Audienz bei Gott hat. Mose, ein Mann des Alten Testaments, hatte von Gott eine große Aufgabe bekommen: Führe das Volk Israel aus der Sklaverei Ägyptens in eine wunderbare Zukunft! Gott versorgte sein Volk auf diesem Weg jeden Tag aufs Neue. Und er gab nun dem Mose zahlreiche Anweisungen dafür, wie das Leben des Volkes geordnet werden sollte, damit das Zusammenleben gelingen konnte. Er gab Mose Regeln an die Hand, die von Generation zu Generation gelten sollten. Gott wollte inmitten seines Volkes leben und das Leben des Volkes zum Besten gestalten. Doch genau zu der Zeit dieser Audienz begibt sich das Volk auf Abwege. Noch während Gott seinen guten Plan für Israel vor Mose ausbreitet, breitet sich unter den Israeliten ein schicksalhaftes »Aber« aus: Mose bleibt aus, wir können ihn und Gott nicht sehen. Also brauchen wir jetzt sofort etwas Sicht- und Greifbares. Wir brauchen sichtbare Götter!

Ich fürchte, dieses »Aber« ist keine Besonderheit des historischen Volkes Israel lange vor unserer Zeitrechnung. Auch der heutige Mensch, der eine Ahnung von der Existenz Gottes hat, ihn aber nicht sieht, möchte etwas Sichtbares, Handfestes. Das ist aus meiner Sicht der Grund, warum wir uns so schnell Dingen an den Hals werfen: Reichtum, Genuss, aber auch religiösen Zeremonien, Statuen oder Bildern. Hauptsache, wir bekommen etwas für unsere Sinne unmittelbar Erfahrbares. Dabei breitet Gott genau jetzt vor uns in der Bibel seinen guten Plan für uns Menschen aus: Rettung durch den Glauben an Jesus Christus, Gemeinschaft mit dem ewigen Gott, eine himmlische Zukunft usw. Dieser gute Plan verträgt kein »Aber«, sondern verdient unser Vertrauen.

Markus Majonica

Sonntag, 26. Oktober 2025: Die Mehrheit hat recht!, Lukas 13,23

Vor Kurzem lernte ich ein georgisches Ehepaar kennen: Natascha und Valerian. Sie ist Ärztin in Tiflis, und auch ihr Mann arbeitet im medizinischen Bereich. Ihr Heimatland Georgien, ein kleiner Staat von der Größe Bayerns, ist ein Zwischenland: auf der Schwelle zwischen Europa und Asien, zwischen Großem und Kleinem Kaukasus; zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, zwischen der christlichen und der muslimischen Welt.

Aus dem Zerfall der Sowjetunion erwuchs für das Ehepaar eine große Sinnleere. Aber dann kam Valerian zum lebendigen Glauben an Jesus, was Natascha jedoch strikt für sich ablehnte. Sie warf Valerian vor: »Diese Mythen sind unwissenschaftlich. Christen sind nicht nur die Minderheit; sie sind auch etwas minderbemittelt. Sie sind mir zu einfach gestrickt und zu leicht beeinflussbar. Niemals kann ich so einen Blödsinn glauben. Die Mehrheit hat recht!« Aber insgeheim machte Valerians Veränderung sie neugierig. In einem ruhigen Augenblick nahm Natascha die Bibel ihres Mannes vom Nachttisch und öffnete sie wahllos. Dabei fiel ihr Blick auf eine Stelle, die sie schockte: »Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden« (Matthäus 7,13-14).

Sie erfasste sofort die Unausweichlichkeit dieser Worte. Die Mehrheit ist auf dem falschen Weg! Dieser eine Vers der Bibel reichte, um Nataschas Denkgebäude zum Einsturz zu bringen. Auch sie setzte von da an ihr ganzes Vertrauen auf Jesus. Fünf Monate später ließ sie sich taufen. Heute arbeiten beide in einer christlichen Klinik in Tiflis.

Andreas Fett

Samstag, 25. Oktober 2025: Wenn schon, dann bitte mit Applaus!, Matthäus 6,4

Vor Kurzem ging unser Staubsauger kaputt, und auf der Suche nach einem neuen Modell scrollte ich durch verschiedene Rezensionen. Bei einer Bewertung musste ich laut lachen, denn da schrieb doch tatsächlich jemand mit entwaffnender Ehrlichkeit: »Stimmt, das Modell ist ziemlich laut. Aber ich finde, meine Frau kann es ruhig hören, wenn ich so nett bin und auch mal staubsauge!«

Als Hausfrau staubsauge ich oft, ohne dass es jemand merkt. Aber bei anderen Dingen, die ich tue, denke ich genauso wie dieser Mann. Da ist es mir auch wichtig, dass meine guten Taten wahrgenommen werden. »Wenn du bei deiner Arbeit gut bist und keiner merkt es, dann hast du nichts davon!«, sagte einmal ein Kollege zu meinem Mann, »deshalb sieh zu, dass die anderen es auch mitkriegen!« Diese Haltung ist zutiefst menschlich.

Doch Jesus Christus, der Sohn Gottes, war so anders! Als er auf dieser Erde lebte, tat er viel Gutes, ohne es an die große Glocke zu hängen. Bei seinem ersten Wunder rettete er einen Bräutigam aus dessen Verlegenheit, dass er den Durst seiner Gäste unterschätzt hatte und der Wein schon ausgegangen war, bevor die Feier überhaupt richtig in Gang kommen konnte. Jesus sorgte für qualitativen Nachschub – aber nur seine Mutter, seine Jünger und die Diener, die das Wasser in die Krüge gefüllt hatten, haben überhaupt etwas von seinem Wunder mitbekommen. Alle anderen feierten einfach fröhlich weiter. Jesus handelte oft im Verborgenen. Er musste nicht hilfsbereit wirken, denn Hilfsbereitschaft war Teil seines Wesens. Er musste nicht gut scheinen, denn er war gut. Ich bin so froh, dass Jesus auch heute noch viel Gutes in meinem Leben bewirkt, ohne dass ich es überhaupt merke oder mich jedes Mal bei ihm dafür bedanke.

Elisabeth Weise

Freitag, 24. Oktober 2025: Pomerol, Lukas 13,8-9

Im Nachlass einer Verwandten fand sich u. a. eine Weinflasche mit der Herkunftsangabe Pomerol. Wer sich etwas mit gutem Rotwein auskennt, der weiß, dass es sich hierbei um ein Weinanbaugebiet handelt, das bekannt ist für seine hochpreisigen, langlebigen Weine. Auf dem Etikett stand folgerichtig: »Grand Vin den Bordeaux«, also ein wirklich guter Tropfen, Jahrgang 2008, für einen Rotwein dieser Lage kein Problem. Das versprach eher besondere Reife und großen Genuss, zumal die Flasche gut gelagert war. Äußerlich sah an dieser Flasche alles bestens aus. Ich freute mich, diesen an einem besonderen Abend einmal zu öffnen. Und dann war es so weit: Vorsichtig zog ich den Korken. Auch der sah noch gut aus. Dann goss ich den Wein durch ein Sieb in eine Karaffe. Der Geruch, den der Wein verströmte, war sehr fein.

Doch dann kam beim ersten Schluck die herbe Enttäuschung: Der Wein war ungenießbar und landete im Ausguss. Ein vielversprechendes Etikett, doch ein verdorbener Inhalt. Was für eine Enttäuschung!

Dieses Erlebnis hat mir einmal mehr vor Augen geführt, dass es mit meinem Leben eine ähnliche Entwicklung haben kann: Ich kann aus einem guten Haus stammen und einen guten Namen tragen. Mein Äußeres kann vielversprechend sein. Meine Eltern haben vielleicht viel Mühe und Geld darauf verwandt, dass ich gut aufwachse, gute Entwicklungschancen habe. Doch es kommt letztlich auf den Inhalt meines Lebens an. Ein Wein kann nicht darüber entscheiden, ob er verdirbt oder nicht. Aber wir, wir können dies sehr wohl. Unterstellen wir unser Leben entschieden der Leitung Gottes, dann werden wir ein Leben zu seiner Ehre und zur Freude unserer Mitmenschen führen können. Wenn wir selbst die Regie übernehmen, endet das wie mit dem scheinbar guten Wein.

Markus Majonica

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