Dienstag, 15. September 2020: »Demokratien mögen keine Tatsachen«

In einer Zeitschrift stolperte ich über eine Schlagzeile, die mit dem obigen Satz begann. Ich zuckte ein bisschen zusammen und fragte innerlich: »Ja, was mögen sie denn, diese Demokratien?« Der Text gab die Antwort: In der Demokratie gehe es nicht um die Wahrheit, sondern um gefühltes (!) Wissen. – Ein bisschen erschreckt war ich schon. So sieht es also aus in unseren Medien, in den Printmedien wie auch in den elektronischen. Leider musste ich dieser Aussage im Weiteren immer mehr zustimmen. Entscheidend ist für einen Politiker, die Zustimmung der Öffentlichkeit zu gewinnen, der Menge also. Es ist daher nicht nötig, ob das, was er sagt, wahr ist, sondern ob das, was er sagt, Zustimmung findet. Das wiederum hängt vom »herrschenden Zeitgeist« ab.
In einer Zeit wie heute, in der die Medien großen Einfluss haben, stehen wir immer in der Gefahr, dem jeweils herrschenden Zeitgeist in die Falle zu gehen, uns manipulieren zu lassen für irgendwelche verschleierten Absichten gesellschaftlicher Gruppen, die wir gar nicht kennen, weil über sie eben nicht öffentlich geredet wird. Es gibt in der Geschichte des Abendlandes zahllose Beispiele dafür. Und was wird uns gegenwärtig nicht alles gesagt?!
Der Apostel Johannes schreibt: »Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt« (1. Johannes 4,1). Und das Mittel zur Prüfung ist die Bibel. Wenn man sich damit mehr beschäftigt, hat man eine Art »zweite Meinung«, mit der man sich gegen den Zeitgeist durchsetzen kann. Diese »zweite Stimme« kommt aus einer hervorragenden, zeitlosen und kompetenten Quelle, die der Wahrheit ohne Einschränkung verpflichtet ist.

Karl-Otto Herhaus


Frage
Wem würden Sie Ihre Zustimmung geben?
Tipp
Es ist vernünftig, dem zuzustimmen, der vertrauenswürdig ist und dies schon viele Male bewiesen hat.
Bibellese
Psalm 119,97-104

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