Montag, 05. Januar 2026: Der Tag der Entscheidung, 2. Korinther 6,2

Seit vielen Jahren gehe ich regelmäßig in ein Fitnessstudio, in dem auch Rehabilitationsmaßnahmen angeboten werden. Es ist keine typische »Muckibude«, das Publikum ist schon etwas älter und oft wegen zunehmender körperlicher Beschwerden dort. Meinem Rücken tut der Sport gut, und meine Osteoporose wird wirksam bekämpft. Jedes Jahr ist hier im Januar und Februar besonders viel los. Warum? Viele Menschen kommen mit guten Neujahrsvorsätzen, mit dem festen Willen, etwas für ihren Körper und vielleicht auch für ihre Seele zu tun. Allerdings bleiben viele der Neuankömmlinge nicht lange, schon nach wenigen Wochen sind die meisten von ihnen nicht mehr zu sehen. Das Ganze war ihnen einfach zu anstrengend, und so haben sie ihre Entscheidung, regelmäßig Sport zu treiben, wieder rückgängig gemacht.

Klare Entscheidungen zu treffen, fällt manchmal schwer, nicht nur am Jahresanfang. Als ich mich dazu entschieden habe, Christus nachzufolgen, war das für mich kein leichter Schritt. Ich musste einsehen, dass ich mir nicht selbst durch meine guten Taten den Himmel verdienen konnte, sondern dass ich völlig auf Gottes Gnade angewiesen war. Dennoch habe ich meine Entscheidung von damals nie bereut, weil mein Leben dadurch reich gesegnet wurde.

Ich bin davon überzeugt, dass eine Entscheidung für Jesus der wichtigste Schritt ist, den ein Mensch tun kann. Denn es geht dabei um so viel mehr als nur um bessere Gesundheit oder größere Fitness. Es geht um Versöhnung mit Gott und darum, wo man nach dem Tod sein wird. Wägen Sie ab, entscheiden Sie! Was haben Sie zu verlieren, wenn Sie Jesus ablehnen? Alles! Was haben Sie zu gewinnen, wenn Sie ihn annehmen? Auch alles! Die Bibel ermutigt uns, uns heute für Jesus zu entscheiden, wenn wir seinen Ruf hören.

Axel Schneider

Sonntag, 04. Januar 2026: Eine Tür zu Gott?, Johannes 10,7

2025 war ein besonderes Jahr: Im Petersdom in Rom wurde dazu am 24. Dezember 2024 von Papst Franziskus die Heilige Pforte des Petersdoms feierlich geöffnet. Dieses Ereignis findet nur alle 25 Jahre statt und markiert den Beginn eines Heiligen Jahres. Tausende Gläubige aus aller Welt strömten nach Rom, um durch dieses Tor zu schreiten. Sie hoffen, dass ihnen dadurch ihre Sünden erlassen werden oder zumindest die Dauer der Läuterung im sogenannten Fegefeuer gekürzt wird, sodass sie schneller bei Gott im Himmel sind.

Doch führt dieser Pilgerweg wirklich zu Gott? Die Bibel zeigt folgenden Weg auf: In Johannes 10,9 sagt Jesus: »Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.« Jesus lässt keinen Raum für Zweifel: »Ich bin die Tür.« Nicht Rituale, nicht heilige Tore oder besondere Orte führen zu Gott, sondern allein der Glaube an Jesus Christus. Wer zu ihm kommt, ihm vertraut und sein Leben in seine Hände legt, wird gerettet – für alle Ewigkeit. Kein Mensch kann durch eigene Leistungen oder Anstrengungen Gottes Gnade verdienen. Ein paar Verse weiter erklärt Jesus, wie dieser Zugang möglich wurde: »Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.«

Jesus starb am Kreuz – für meine und Ihre Schuld. Sein Opfer schafft vollständige Vergebung und öffnet uns den direkten Zugang zu Gott. Kein steinernes Tor, keine Pilgerreise, sondern allein Christus ist die Tür zum ewigen Leben, und das auch nicht nur alle 25 Jahre, sondern ununterbrochen. Und das Beste ist: Diese Rettung ist keine vage Hoffnung, sondern eine feste Zusage Gottes. Wer an Jesus glaubt, hat eine göttliche Garantie auf Rettung, Frieden und Gemeinschaft mit Gott – für immer.

Daniel Zach

Samstag, 03. Januar 2026: Machen ist wie wollen, nur krasser!, Jakobus 1,22

Diesen Satz fand ich schon als Buchtitel, auf einer Postkarte und in einem Musikvideo. Und er stimmt ja: Etwas (nur) zu wollen, ist eine Sache. Aber dann geschieht in der Regel (noch) nichts. Wirksam wird der Wille erst, wenn ich ihn in die Tat umsetze. Ein beliebtes Beispiel ist der gute Vorsatz am Anfang des Jahres: abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, keinen Alkohol im Januar. Mehr Sport. All das zu wollen, ist schon ganz gut. Aber krass ist, es umzusetzen. Denn erst wenn ich die Kippen wegwerfe, die Joggingschuhe anziehe und loslaufe, mir die Feierabendbiere spare usw., dann geschieht etwas. Nur zu wollen, führt in der Regel in die Enttäuschung, weil tatsächlich nichts passiert. Aber wenn die Pfunde purzeln und die Puste plötzlich wieder für 5000 Meter reicht, dann verändert sich das Leben.

Was in eher alltäglichen Beziehungen gilt, gilt erst recht im Verhältnis zu Gott. Es ist nämlich eine Sache, sich die guten Worte der Bibel nur anzuhören, so wie man auch einen Gesundheitsratgeber lesen und ihn dann unbeachtet wieder weglegen kann. Dazu muss auch eine bewusste Entscheidung kommen, sein Leben nach dem Gehörten oder Gelesenen umzustellen – und es dann auch tatsächlich zu machen. Das beste Buch, der beste Vorsatz vermögen nichts, wenn das Leben bleibt, wie es war. Gott will keine geneigten Zuhörer, sondern Menschen, die seinem Sohn Jesus Christus nachfolgen. Und Nachfolger sind Menschen, die sich in Bewegung setzen, um ein Leben im Vertrauen auf Gott zu leben. Wer das tut, dessen Leben verändert sich spürbar zum Guten. Wer aber das Wort Gottes nur hört, ohne es zu tun, betrügt sich selbst, wie mit dem guten Vorsatz, den man fasst, aber am 01.01. schon wieder verwirft.

Markus Majonica

Freitag, 02. Januar 2026: Neustart, Psalm 25,4

Nicht nur zu Beginn eines Jahres wünschen wir uns manchmal einen Neustart im Leben: alles auf null, noch einmal ganz von vorne anfangen. Zum Beispiel würden wir gern einen neuen Beruf erlernen – und manche beginnen tatsächlich in der zweiten Lebenshälfte eine Ausbildung. Oder wenn ein Sportler gleich zu Beginn eines Wettkampfes einen großen Fehler macht und schon nach kurzer Zeit aussichtslos zurückliegt, wünscht er sich wahrscheinlich nichts mehr als einen Neustart.

Wenn wir uns in unseren Beziehungen einen Neustart wünschen, geht es darum, unserem Leben eine neue Richtung zu geben: Die einen möchten ihre kaputte Ehe retten, die anderen mehr Zeit für ihre Eltern haben. Es gibt viele Gründe. Doch sind für solch einen Schritt in der Regel immer mindestens zwei Personen bzw. Parteien notwendig. Sie können beispielsweise in der Ehe keinen Neustart wagen, wenn Ihr Partner dazu nicht bereit ist. Sie können auch keine neue Arbeitsstelle annehmen, wenn der dortige Chef Sie nicht einstellen möchte.

Auch Gott möchte einen Neustart machen – mit uns. Seit dem Sündenfall ist die Beziehung zu ihm zerstört. Doch Gott hat alles dafür getan, um diese Beziehung zu den Menschen wiederherzustellen. Vor 2000 Jahren wurde er in Jesus Christus Mensch. Er lebte mit und unter den Menschen, und er starb für uns Menschen. Durch seinen Tod wurde der tiefe Graben überbrückt. Nun hat jeder Mensch die Möglichkeit, zu Gott umzukehren. Jesus Christus ist der einzige Weg zu Gott. Durch ihn können und dürfen Sie heute, zu Beginn des neuen Jahres, mit Gott einen Neuanfang machen. Bekennen Sie ihm Ihre Schuld und bitten Sie ihn, in Ihr Leben zu kommen. Das ist ein Neustart, der sich wirklich lohnt!

Robert Rusitschka

Donnerstag, 01. Januar 2026: Neues Jahr, neues Glück!, Hebräer 13,8

Am Anfang eines jeden Jahres kreisen unsere Gedanken um die guten Vorsätze, die wir uns vornehmen. Wir möchten Dinge verändern und anpacken und hoffen darauf, dass es uns in diesem Jahr endlich gelingen möge. Es gibt Dinge, die wir jedes Jahr wieder neu auf die Liste setzen, die aber bereits nach dem ersten Monat häufig schon nachlassen. »Neues Jahr, neues Glück!«, heißt es dann irgendwann wieder.

Wir haben aber nicht nur Hoffnung auf Veränderung, die unser eigenes Leben betrifft, sondern auch für die Dinge, die aktuell in der Welt passieren und uns Angst machen und Sorgen bereiten. Vielleicht ist es die politische Lage, Krankheit, ein Arbeitsplatzwechsel, die familiäre Situation usw. Wir wünschen uns, dass wir all das anpacken und erledigen können, was uns selbst betrifft, aber dass sich auch die Dinge zum Guten wenden, auf die wir keinen direkten Einfluss haben. Leider kommt es auch da oft anders als gewünscht. Reicht es dann wirklich zu sagen: »Neues Jahr, neues Glück!«?

Wie gut, dass es jemanden gibt, der unveränderlich stark, weise und geduldig ist: Jesus Christus. Der wird uns nicht nur ans Ziel bringen, wenn wir uns ihm anvertraut haben, sondern auch eines Tages in dieser Welt alles zum Guten wenden. Durch diese Gewissheit dürfen Christen als Licht durch diese Welt gehen. Dabei ist es nicht entscheidend, ob sie die eigenen Vorsätze einhalten können oder die Welt verrückt spielt. Christen haben jemanden in ihrem Leben, der sie begleitet, ihnen Kraft und Zuversicht gibt und in dem sie Halt finden: Jesus Christus. Im Laufe aller Jahrhunderte und aller Umstände bleibt er gestern, heute und morgen derselbe und derjenige, auf den Sie sich verlassen können. Dann bringt ein »neues Jahr« auch wirklich »neues Glück«.

Judith Zall

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